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Ab 2015 Neuregelungen: Mietpreisbremse und Maklercourtage

Mittwoch, Januar 21st, 2015
Endlich! Lange mussten deutsche Mieter auf sie warten. 2015 treten sie nun endlich in Kraft: Die Mietpreisbremse sowie die Abschaffung der Maklerprovision!

Die Mietpreisbremse und auch die Frage, wer bei der Wohnungssuche den eingeschalteten Immobilienmakler bezahlt, stehen 2015 nicht länger im Raum. Denn seit diesem Jahr dürfen die Länder selbst regeln, in welchen Gebieten die Miete bei Neuvermietungen nicht stärker als zehn Prozent steigen darf. Und Makler müssen zukünftig von demjenigen bezahlt werden, der ihn bestellt hat.

Mietpreisbremse: Wie ist sie geregelt?

Die Mietpreisbremse soll dafür sorgen, dass künftig insbesondere in begehrten Wohnlagen Mietpreissprünge von 20, 30 oder mehr Prozent verhindert werden. Denn laut Bundesregierung sollen sich auch in Zukunft Normalverdiener Wohnraum in diesen Lagen leisten können.

Die Neuregelung sieht daher vor, dass bei der Wiedervermietung von Bestandswohnungen die zulässige Miete höchstens auf das Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete angehoben werden darf, zuzüglich 10 Prozent.

Des Weiteren werden die Länder dazu ermächtigt, Gebiete mit angespanntem Wohnungsmarkt, in denen die Mietpreisbremse gilt, für höchstens fünf Jahre auszuweisen.

Hingegen neu errichtete und umfassend modernisierte Wohnungen bei Erstvermietung von der Mietpreisbegrenzung ausgenommen werden, da man Investitionen in Neubauten und umfassende Modernisierungen nicht unterbinden möchte.

Zudem ist es auch vorgesehen, dass eine zulässig vereinbarte Miete auch bei Wiedervermietung weiter verlangt werden darf. Demnach werden Vermieter also nicht gezwungen, eine frei gewordene Wohnung unterhalb der bisherigen Miete anzubieten.

Die Maklercourtage: Was steckt dahinter?

Im Maklerrecht ist das allgemein akzeptierte Prinzip verankert: „Wer bestellt, der bezahlt”. Zukünftig soll dadurch sichergestellt werden, dass diejenige Partei, die die Leistung eines Maklers veranlasst, auch dazu verpflichtet ist, die anfallenden Maklergebühren zu zahlen.

In der Praxis ist dies oft der Vermieter, der mit Hilfe eines Maklers einen neuen Mieter sucht. Künftig muss also der Vermieter alleine die Kosten für einen Makler tragen, wenn er einen neuen Mieter für seine Immobilie sucht.
Unwirksam ist eine hiervon abweichende Vereinbarung.

 

zur Webseite: 

news.immobilo.de/2015/01/07

Selbst Suchanzeigen schalten – Wer sucht, findet – Mieten ohne Makler

Montag, Januar 19th, 2015

Geht es nach dem Willen der Bundesregierung, müssen Vermieter den Makler bald selbst bezahlen. Das verändert die Wohnungssuche massiv – doch nicht für alle zum Vorteil. Worauf Vermieter und Mieter achten müssen.

Franziska und Lewis sind Mitte 20, seit fünf Jahren ein Paar und „auf der Suche nach einem neuen Nest“ in Berlin. 2,5 bis 3 Zimmer soll die Traumwohnung haben. Das dritte werde Arbeits- und Gästezimmer, betonen sie.

Das soll beruhigen: kein Kinderlärm. Die beiden haben auch keine Haustiere und unbefristete Vollzeit-Jobs bei führenden Internetunternehmen. Sie versprechen: keine ständigen Partys und „wir gehen gemeinsam durch dick und dünn“. Das alles verraten Franziska und Lewis im Internet – unter einem Bewerbungsbild mit Krawatte und Kleidchen.

Suchanzeigen online schalten

Die beiden Berliner gehen einen ungewöhnlichen Weg der Wohnungssuche. Statt sich auf Anzeigen von Vermietern und Maklern zu bewerben, haben sie selbst eine Suchanzeige im Internet geschaltet. Noch sind sie damit eher die Ausnahme, doch nach Expertenmeinung nicht mehr lange.

„Suchanzeigen gewinnen erheblich an Bedeutung“, sagt der Immobilienexperte des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Voigtländer. Wenn das Bestellerprinzip im Frühjahr in Kraft trete und Vermieter einen Makler selbst bezahlen müssten, werde sich der Markt verändern. „Um Kosten für den Makler zu sparen, werden private Vermieter ihre Wohnungen vermehrt selbst vermieten“, sagt Voigtländer voraus.

Eine Suchanzeige, nicht nur per Zettelchen an Ampeln oder Verkehrsschildern, sondern vor allem im Internet, könne Mietern und Vermietern Vorteile bringen

 

Weniger Stress für alle – und die Maklergebühren fallen weg

Franziska und Lewis sparen sich womöglich unzählige Besichtigungen, bei denen in beliebten Berliner Lagen 50 oder mehr Bewerber zugleich durch die Wohnung geschleust werden. Vermieter müssen nicht Hunderte Antworten auf ihre Inserate prüfen, sondern können bestimmte Bewerber von vornherein aussortieren. Und sich die Makler-Kosten sparen.

Die großen Immobilienportale bieten inzwischen alle Suchanzeigen an. Im Vergleich zu den Wohnungsangeboten ist deren Zahl allerdings noch verschwindend gering: Bei Immobilienscout24 stehen 3000 Suchanzeigen mehrere Hundertausend Angebote gegenüber. „Die Anzeigen sind als zusätzlicher Kanal gedacht für Leute, die etwas mehr machen wollen“, sagt Sprecher Marcus Drost. Wer hier sucht, tut das oft mit Bewerbungsfoto und gibt zumindest den Beruf preis. Meistens jedoch viel mehr.

40 Prozent der Vermieter, so schätzt Drost, könnten wegen der zusätzlichen Kosten auf die Maklerdienste verzichten. Wer das nicht könne, weil er nicht vor Ort wohne, werde versuchen, die Kosten auf die Mieter abzuwälzen, sagt Alexander Wiech vom Eigentümerverband Haus und Grund. „Doch häufig wird das nicht gehen.“

 

Noch haben Makler 50 Prozent Marktanteil

Derzeit wird in Deutschland nach Zahlen des Immobilienverbands IVD fast die Hälfte der Wohnungen durch Makler vermittelt. In Großstädten ist die Quote am höchsten. Viele Vermieter wüssten nicht, was der Makler alles für sie übernehme, sagt IVD-Jurist Christian Osthus.

Makler hätten auch eine Pufferfunktion und schützten die Privatsphäre der Auftraggeber. Voigtländer erwartet eine Bereinigung auf dem Markt. „Es bleiben die, die Beratungsleistungen erbringen.“

 

Start-Ups erfinden neue Modelle

In die Lücke, die sich nach Einführung des Bestellerprinzips auftun könnte, drängen Start-Ups wie das Münchner Unternehmen Faceyourbase. Hier sieht man sich als „erste Matchingbörse für den Immobilienmarkt, die das Problem der Makler-Provision für Vermieter und Mieter aktiv löst“.

Mieter können sich mit ihrem Facebook -Profil präsentieren oder für 99 Cent Fotos und persönliche Informationen hochladen. Vermieter wählen von einer Fotobewerberwand aus. Mehr als zehn Bewerber, das wird garantiert, werden nicht zur Besichtigung eingeladen. Vor gut zwei Monaten ist Faceyourbase gestartet. Zwischen 600 und 800 Nutzer haben sich registriert, doch noch sind kaum Wohnungen online.

 

Gute Bonität entscheidet

Für manche werde die Wohnungssuche durch die Inserate schwieriger, meint Voigtländer. Kunden mit schlechter Bonität oder Familien mit Kindern können gleich aussortiert werden – bevor sie den Vermieter beim persönlichen Gespräch überzeugen können. Franziska und Lewis dagegen betonen in ihrer Bewerbung sogar: „Wir sind bereit, eine Maklerprovision zu tragen.“

 

Link zur Homepage:

http://www.focus.de/immobilien/mieten/wohnen-wer-sucht-findet-mieten-ohne-makler_id_4387421.html

Was Makler und Vermieter bei Mietinteressen überprüfen sollten

Mittwoch, April 16th, 2014

 

Dass Immobiliensuchende bei der Besichtigung von Haus und Wohnung das Objekt der Begierde gründlich unter die Lupe nehmen sollten, dürfte kein Geheimnis sein. Schließlich ist das Mieten oder Kaufen einer Immobilie eine langfristige Angelegenheit und wer will schon die Katze im Sack kaufen? Ebenso wollen sich auch die Akteure auf der anderen Seite des Immobilienmarkts, nämlich die Vermieter und Makler, absichern, weshalb sie die Interessenten für Ihr Objekt genau begutachten. Dies erfolgt oftmals nicht nur in ihrem eigenen Interesse. (mehr …)

Pressemitteilung: Vom Makler zum Berater

Dienstag, April 9th, 2013

Spätestens mit der Jahrtausendwende hat in der deutschen Immobilienbranche ein tiefgreifender Wandel eingesetzt. Maklerhäuser müssen sich heute sehr viel breiter aufstellen, um den Bedürfnissen des Marktes gerecht zu werden. Gleichzeitig werden die Anforderungen an das Berufsbild des Maklers zunehmend komplexer. Peter Bigelmaier, Geschäftsführer von Colliers International, München, erläutert im Gespräch, wie es zu dem Wandel kam, und was dieser bewirkt hat. (mehr …)

Immobilienverband fordert Politik auf, Regeln für Makler zu verschärfen

Dienstag, Dezember 11th, 2012
Justitia soll’s richten: Der IVD fordert eine gesetzlich Verankerung von Qualitätsstandards für Makler. Foto: Oliver Weber / pixelio.de

Bevor Maklern und Verwaltern in Zukunft eine Gewerbeerlaubnis erteilt wird, müsse deren Qualifikation härter auf den Prüfstand gestellt werden. Die Basis dafür soll der Gesetzgeber schaffen, so der Maklerverband IVD. (mehr …)