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Studie: So wohnen die Deutschen – Hamburger sitzen auf dem Balkon, Berliner parken auf der Straße

Den Deutschen ist ein attraktives Zuhause wichtig. Doch bei der Wohnraumausstattung unterscheiden sich die großen Metropolen deutlich. Während Parkettboden in München Standard ist, hat kaum ein Berliner eine Garage. Eine aktuelle Studie zeigt die regionalen Besonderheiten.

Wenn es um ihr Traumhaus geht, haben die Bundesbürger klare Prioritäten: Knapp ein Drittel will ein Einfamilienhaus mit durchschnittlich 134 Quadratmetern Wohnfläche. Top-moderne Einbauküche und Garten gehören für die allermeisten ebenfalls dazu.

Soviel zu den Wünschen. Aber wie wohnen die Deutschen wirklich? Eine aktuelle Untersuchung des Immobilienfinanzierers Interhyp hat ermittelt, wie die Realität in deutschen Großstädten aussieht – und welche regionalen Vorlieben ins Auge springen.

Hamburger lieben Terrasse und Balkon

Die Studie „Wohnträume der Deutschen 2014“ kommt bei den sieben deutschen Metropolen Hamburg, Berlin, München, Frankfurt, Stuttgart, Köln und Leipzig zu überraschenden Resultaten. So haben 61 Prozent aller Hamburger Wohnungen einen Balkon oder eine Terrasse. Damit ist die Hansestadt Spitzenreiter. Am unteren Ende der Rangliste liegt Frankfurt am Main mit gerade 39 Prozent „Balkonquote“.
Dafür sind die Frankfurter besonders gut auf Besuch eingestellt: In 28 Prozent der Wohnungen inder Main-Metropole gibt es ein Gäste-WC. Hier rangiert Berlin mit 13 Prozent am Ende.

Während 42 Prozent aller Metropolen-Bewohner eine Garage nutzen, verfügt in Berlin nur etwa jeder Zehnte über dieser Luxus. Nur zu 13 Prozent der Berliner Wohnungen gehört eine Garage. Ähnlich bescheiden sieht es in Leipzig aus (14 Prozent). Die Studie lässt offen, ob diese Ergebnisse mit einem attraktiven öffentlichen Nahverkehr im Osten zu erklären sind oder eher mit der fehlenden Kaufkraft der Einwohner.

Bei der Ausstattung bestätigt die bayerische Landeshauptstadt manche Klischees: Fast jeder zweite Münchner wandelt auf Parkettboden, 46 Prozent aller Wohnungen sind damit ausgestattet. In Hamburg ist es mit 23 Prozent gerade die Hälfte.

Kölner sind Energiespar-Meister

In Köln haben 37 Prozent der Wohnungen eine energiesparende Isolierung. Damit ist die Rheinmetropole Hochburg der Umweltschützer oder zumindest der cleveren Rechner. Die Münchner blasen hingegen die Energie zum Fenster hinaus: nur 19 Prozent der Wohnungen sind modern gedämmt.

Für die Studie befragte die Interhyp 2000 Deutsche nach ihren Wohnträumen und ihrer tatsächlicher Wohnsituation.

Übernommen aus:

www.focus.de/immobilien/mieten

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