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Schleswig-Holstein erhöht Grunderwerbsteuer auf 6,5 Prozent

Die Grunderwerbssteuer wird in Schleswig-Holstein in Zukunft besonders teuer – denn die Landesregierung des Norddeutschen Bundeslandes hat beschlossen, die Besteuerung, die beim Kauf eines Grundstücks oder Hauses fällig wird, ab Januar 2014 auf 6,5 Prozent anzuheben – ein historischer Höchstsatz im Vergleich zum Bundesdurchschnitt, der aktuell bei einem Steuersatz von fünf Prozent liegt.

 

Grunderwerbsteuer im Bundesvergleich

Bislang führt das Saarland mit einem Steuersatz von 5,5 Prozent die Rangliste der Bundesländer mit der höchsten Grunderwerbssteuer an. Wie Immobild berichtete, haben zahlreiche Bundesländer die beim Grundstückskauf fällige Besteuerung im vergangenen Jahr verteuert. So hob auch Schleswig-Holstein die Steuer von 3,5 auf fünf Prozent an. Die nun beschlossene erneute Anhebung der Abgaben begründet das Finanzministerium Schleswig-Holsteins mit der Einnahmesituation des Bundeslandes. In der Grunderwerbssteuer sehe man derzeit die einzige Möglichkeit zum Ausgleich des Finanzhaushalts der Landesregierung. Die Steuer-Novelle würde dem Bundesfinanzministerium insgesamt 66 Millionen Euro jährlich einbringen und etwa 15 Millionen Euro im Jahr in die Kassen der Landkreise und Kommunen befördern. Zudem würde die finanzielle Mehrbelastung resultierend aus der Steuererhöhung für die Verbraucher aufgrund der niedrigen Bauzinsen nicht ins Gewicht fallen.

Steuererhöhung in der Kritik

Bei Verbänden und Verbraucherorganisationen stößt die geplante Steueränderung auf wenig Gegenliebe. Beispielsweise kritisiert der Eigentümerverband „Haus & Grund“ die Anhebung als schamlose Methode zum Finanzausgleich, welche auf Kosten der Verbraucher gehe. Schließlich sei die finanzielle Belastung beim Hausbau aufgrund der gestiegenen Bau- und Energiekosten ohnehin schon hoch. Wenig begeistert zeigt sich auch die Mittelstandsvereinigung der Lübecker CDU-Fraktion von der Steueranhebung, da diese eine zusätzliche Hürde für den Immobilienerwerb darstelle.

Tipps zur Grunderwerbsteuer und Ausnahmefälle, in denen diese nicht fällig wird, haben wir für Sie in einem Artikel zusammengetragen.

 

Quelle:

www.immobild.de/

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