Chromaticus Immobilien-Blog
Neuigkeiten und Facts zu Immobilien

Experte besorgt – “Der Immobilienmarkt hat sich nach Merkels ’Wir schaffen das’ verändert”

Januar 24th, 2016

Die Flüchtlingskrise könnte die Wohnsituation in Deutschland stark beeinträchtigen, gleichzeitig betet der Markt noch viele Chancen. Welche das sind, erklärt Bernd Leutner, Geschäftsführer des Hamburger Forschungsinstituts F+B im Gespräch mit FOCUS Online.

FOCUS Online: In Deutschland herrscht ein Immobilienboom, viele Städte sind nicht nur für Mieter, sondern auch für Käufer unbezahlbar geworden. Geht das 2016 so weiter?

Bernd Leutner: Dieser Eindruck trügt. Der größte Preisanstieg bei den Mieten ist vorbei. Sie sind bei der Neuvermietung nur noch um 2,4 Prozent gestiegen, bei den Bestandsmieten im letzten Jahr nur noch um 1,1 Prozent. Die Preise für Mehrfamilienhäuser haben ihre Obergrenze schon zu Jahresbeginn 2015 erreicht. Seitdem steigen sie nur noch moderat.

Die Preise für Einfamilienhäuser sind hingegen bundesweit gegenüber dem Vorjahr im Schnitt um 4,9 Prozent gestiegen und die für Eigentumswohnungen um 5,7 Prozent. Das Preisniveau steigt insbesondere in den Metropolen selbst, aber auch in deren Umland überdurchschnittlich an. Unser F+B Wohnindex Deutschland zeigt,  dass insbesondere die Nachfrage nach Eigentumswohnungen und damit die Preise noch stark ansteigen.

FOCUS Online: Warum sind die Preise überhaupt so stark gestiegen?

Bernd Leutner: Das liegt einerseits an der Kapitalmarktsituation. Die Anlagenzinsen sind weiter gesunken. Die Investition in Immobilien ist damit deutlich attraktiver für die Verbraucher. Zugleich zieht es immer mehr Menschen vom Land in die Stadt. Das Angebot in den Metropolen hat sich zwar erhöht, reicht aber nicht aus. Somit steigen die Preise für Neubauten und für Bestandsobjekte.

 

FOCUS Online: Also sprechen wir doch über einen Immobilienboom?

Bernd Leutner: Ich wäre vorsichtig mit solchen Formulierungen. Ja, wir stellen einen deutlichen Preisanstieg in vielen Städten fest. Aber dies ist ein rein großstädtisches Phänomen. In den Metropolen Berlin, Hamburg und München stiegen die Preise für Eigentumswohnungen erheblich an. Dennoch können wir nicht allgemein von einer Preisexplosion sprechen. In Dortmund und Bremen ist der Anstieg zum Beispiel eher moderat.

Wir müssen jedoch klar differenzieren. In den Großstädten gibt es vermehrt Käufer, die eine Immobilie als Anlage suchen. Das sind hauptsächlich Eigentumswohnungen. Im Umland sind hingegen Ein- oder Zweifamilienhäuser gefragt – für den Eigenbedarf oder als Sachwert. Da die Nachfrage abseits der Metropolen aber weniger stark ist, zeigen die Preise hier insgesamt nur eine leicht steigende Tendenz.

Steigende Preise 2016 – Immobilien bleiben sichere Anlage

FOCUS Online: Wie werden sich die Preise im kommenden Jahr entwickeln?

Bernd Leutner: Angesichts der hohen Nachfrage durch vermehrte Zuwanderung rechnen wir weiterhin mit steigenden Preisen. Auch wenn die EZB ihre Zinsen erhöht, bleibt die Immobilie eine sichere Investition und wird entsprechend gefragt sein.

Surftipp: Sie wollen ein Haus bauen? So viel können Sie sich leisten

FOCUS Online: In welchen Städten lohnt sich auch 2016 noch eine Investition?

Bernd Leutner: Unser F+B Wohn-Index Deutschland zeigt, dass der sogenannte Vervielfältiger – also das Verhältnis der Preise von Eigentumswohnung im Verhältnis  zur Jahresmiete – in Düsseldorf, Stuttgart und Frankfurt sehr viel günstiger ist als in Berlin oder Hamburg. Weil wir in diesen Städten in den nächsten Jahren eine stärkere Entwicklung der Mietpreise sehen, lohnen sich dort Immobilien als Kapitalanlagen.

Angesichts der Flüchtlingskrise fünf zentrale Fragen offen

FOCUS Online: Wird das die Wohnungsnot in Deutschland lindern?

Bernd Leutner: Nur langsam. Die Wohnungsnot ist in den Metropolen massiv. Und sie wird eher schlimmer. Es gibt in der Immobilienbranche einen Markt vor und nach dem 4. September 2015. Das war der Tag an dem die Bundeskanzlerin gesagt hat: „Wir schaffen das.“

Die Bundesregierung muss klare Antworten auf wichtige Fragen der Flüchtlingspolitik liefern. Nur dann lässt sich überhaupt der Wohnungsbedarf für die nächsten Jahre exakt prognostizieren.

FOCUS Online: Welche Faktoren muss die Immobilienwirtschaft dafür kennen?

Bernd Leutner: Wir müssen auf fünf zentrale Fragen Antworten haben: Wie viele Flüchtlinge kommen, wie viele bleiben und wie viele letztendlich bleiben können und dies auch wollen. Außerdem muss die Bundesregierung Zahlen vorlegen, wie viele Familienmitglieder nachkommen dürfen und wo sie alle leben und wohnen sollen.

Schließlich ist bedeutsam, welche Wohnungen benötigt werden. Werden eher kleinere Wohnungen nachgefragt oder besteht ein Bedarf an größeren Wohnungen?

 

FOCUS Online: Und wenn die Wohnungswirtschaft das weiß, werden dann rasch genügend Wohnungen geschaffen?

Bernd Leutner: Nein. Das dauert Jahre. Doch mit jedem Tag, der verstreicht, wird die Lage schwieriger. Wenn nicht bald Antworten kommen, könnte die Flüchtlingskrise tatsächlich die Wohnungsnot verschlimmern.

Bisher haben wir nur Schätzungen. Mal sind es 850.000 Flüchtlinge dann eine Million. Wie viele davon sind in Normalwohnungen unterzubringen? Wo werden sie arbeiten? Wo sollen sie wohnen?

FOCUS Online: Und diesen Schätzungen trauen Sie nicht?

Bernd Leutner: Das sind eben Schätzungen. Wir wissen aus den internationalen Statistiken, dass syrische Familien im Schnitt vier Kinder haben. Wie wird sich das auswirken,  wenn die in Zwei-Zimmer-Wohnungen unterkommen sollen?

Überhaupt läuft die Verteilung der Flüchtlinge komplett am Wohnungsmarkt vorbei. Der Königsteiner Schlüssel zur Verteilung auf die Bundesländer folgt rein der Bevölkerungsverteilung und den Steuereinahmen und berücksichtigt etwa überhaupt nicht die Anzahl der leerstehenden Wohnungen in einer Region.

Einige Standorte mussten deshalb bereits mehr Flüchtlinge aufnehmen, als der Wohnmarkt hergibt. Andere hätten sogar noch Kapazitäten frei.

So schätzen wir, dass in den meisten ostdeutschen Bundesländern, aber auch etwa im Saarland rd. 8 Prozent der Wohnungen leer stehen. Dort könnte man viele Flüchtlinge problemlos unterbringen.

 

Erstmals erschienen auf:

www.focus.de/immobilien/kaufen/immo-experte-besorgt-fluechtlingskrise-immobilienmarkt-hat-sich-nach-merkels-wir-schaffen-das-veraendert_id_5187751.html

Die wichtigsten Tier-Urteile – Diese Rechte haben Tierbesitzer wirklich

November 25th, 2015

1. Rund um den Mietvertrag

Vermieter dürfen nicht generell im Mietvertrag festschreiben, dass „die Haltung jeglicher Tiere genehmigungspflichtig ist“. Ein Verbot in dieser Absolutheit ist ungültig – und ermöglicht es Mietern damit, auch große Tiere in der Wohnung zu halten. (Amtsgericht Köln, Aktenzeichen 213 C 169/96)

Unterläuft Vermietern kein solch grober Schnitzer, dürfen sie die Haltung großer Tiere in der Wohnung untersagen. Nicht verbieten dürfen sie jedoch Kleintiere, also all jene Tiere wie Hamster, Wellensittiche oder Goldfische, die in geschlossenen Behältnissen gehalten werden. (Bundesgerichtshof, Aktenzeichen VIII ZR 340/06)

2. Exotische Tiere

Wenn Kleintiere generell erlaubt sind, muss der Vermieter auch Hausschweine zulassen. (Amtsgericht Berlin, Aktenzeichen 17 C 88/00) Das Gleiche gilt für Leguane. (Amtsgericht Köln, Aktenzeichen 205 C 130/83)

Selbst Vogelspinnen sind erlaubt, da ihr Gift nicht gefährlicher sei als das einer Biene, erklärten die Richter. (Verwaltungsgericht Ansbach, Aktenzeichen 5 K 682/97).

Giftige Krustenechsen dürfen hingegen nicht in der Wohnung gehalten werden. (Hessischer Verwaltungsgerichtshof, Aktenzeichen 8A 121/10)

 

3. Wohnungszwang oder freie Bewegung?

Nachbarn dürfen Katzenbesitzern nicht verbieten, ihre Katze aus dem Haus zu lassen. Im Streitfall forderte ein Paar von seinen Nachbarn, die Katze zu gewissen Zeiten in der Wohnung zu lassen, um die eigenen Meerschweinchen zu schützen. Das Gericht entschied jedoch: In einer Einfamilienhausgegend sei es normal, dass Katzen zu jeder Zeit frei herumliefen – Meerschweinchen jedoch nicht. (Amtsgericht Köln, Aktenzeichen 134 C 281/00)

Meerschweinchen oder Kaninchen dürfen aber in Käfigen im Garten gehalten werden – allerdings nur dann, wenn die großen Käfiganlagen mindestens drei Meter Abstand zum nächsten Grundstück halten. (Verwaltungsgericht Münster, Aktenzeichen 2 K 1015/13)

Übrigens: Vermieter dürfen ihren Mietern nicht kündige, wenn diese ungefragt eine Katzenklappe in die Tür einbauen – und das selbst dann nicht, wenn die Tierhaltung im Mietvertrag ausdrücklich verboten ist. Dennoch kann der Vermieter Schadensersatz für die Tür fordern. (Amtsgericht Berlin-Schöneberg, Aktenzeichen 9 C 619/03)

Aufgespürt auf:

http://www.focus.de/immobilien/

Spenden absetzen, Wohnung vermieten, Zuschuss kassieren – Wie Sie Flüchtlingen helfen und dabei auch noch Geld verdienen können

Oktober 29th, 2015

Der Flüchtlingsstrom nach Deutschland ist ungebrochen. Die Erstaufnahmeeinrichtungen kommen an ihre Grenzen und die Kommunen suchen nach neuen Unterkünften. Doch nicht jeder Wohnraum kommt in Frage. Eine Übersicht:

Anerkannte Flüchtlinge

Privatleute können am einfachsten an bereits anerkannte Flüchtlinge mit Bleiberecht Wohnungen vermieten. „Ob Flüchtling oder nicht, ein Mietvertrag ist immer eine privatrechtliche Angelegenheit“, erklärt eine Sprecherin des deutschen Städtetages.

Diese Flüchtlinge haben für die Miete den Hartz-IV-Regelsatz zur Verfügung.

Beispiel:

In München liegt der Regelsatz für die Kaltmiete einer 65-Quadratmeter-Wohnung für zwei Personen bei 732 Euro. Für 50 Quadratmeter werden nicht mehr als 610 Euro gezahlt.

In Köln sind die Obergrenzen deutlich niedriger: Hier werden höchstens 412 Euro für 50 Quadratmeter und 535 Euro für 65 Quadratmeter gezahlt.

Haben die Flüchtlinge ein eigenes Einkommen, gelten keine Obergrenzen – außer natürlich dem Limit durch die Mietpreisbremse.

Asylbewerber

Wurde den Asylbewerbern noch kein Bleiberecht zugesprochen, können Privatleute nur in Ausnahmefällen Unterkünfte anbieten, erklärt die Sprecherin des Deutschen Städtetags. Erst wenn die Stadt keine eigenen Gebäude wie Schulen oder ehemaligen Behörden mehr findet, greift sie auf Privatunterkünfte zurück. „Einige Bürgermeister haben ja bereits Aufrufe gestartet.“ In diesem Fall könnten Privatleute sich melden und mit der Stadt einen Vertrag abschließen. Die Kommune sucht dann auch die zukünftigen Mieter aus. Der Vermieter hat dabei nur noch ein eingeschränktes Vetorecht. Wie hoch die Miete ist, regelt jede Stadt für sich. 

Surftipp: Die Stadt München sucht wie viele andere Städte laufend Unterkünfte für Asybewerber. Weitere Informationen gibt es hier.

Flüchtlinge privat aufnehmen

Auch eine Wohngemeinschaft mit einer Flüchtlingsfamilie oder einzelnen Flüchtlingen ist möglich. Wer Flüchtlinge bei sich zu Hause aufnehmen will, kann sich direkt bei den Kommunen melden. Auch in diesem Fall ist ein (Unter-)Mietvertrag unverzichtbar. Die Miete orientiert sich ebenfalls an den Hartz-IV-Sätzen. Bei Mietwohnungen muss der Vermieter einer Untervermietung zustimmen.

Staatliche Zuschüsse

In Nordrhein-Westfalen vergibt die Förderbank NRW Kredite ab null Prozent auch an Privatpersonen, die Wohnraum für Flüchtlinge schaffen wollen. Gefördert werden

  • Neubauwohnungen,
  • der Umbau von bestehenden Gebäuden zu Wohneinheiten, solange die Kosten über 650 Euro pro Quadratmeter liegen
  • und die Herrichtung von Wohnungen mit Baukosten unter 650 Euro pro Quadratmeter.
  • Der Einbau einer Badewanne oder eines Aufzugs werden extra bezuschusst, sogar der Neubau eines Einfamilienhauses.

Im Gegenzug muss sich der Bauherr verpflichten, die Wohnungen für 15 bis zwanzig Jahre ausschließlich an Flüchtlinge zu vermieten. Die Mieten liegen bei 4,25 bis 5,75 Euro pro Quadratmeter. Für die Ballungsgebiete Köln, Düsseldorf, Münster und Bonn gilt eine Ausnahme von 6,25 Euro pro Quadratmeter.

Surftipp: Weitere Informationen zu dem Darlehen auf der Webseite der Förderbank NRW.

Spenden absetzen

Wer keine Wohnung zur Verfügung stellen kann, kann trotzdem Gutes tun und mitverdienen: Geldspenden können Steuerzahler in der Steuererklärung als Sonderausgaben angeben. So beteiligt sich der Staat an der Spende.

Die Homepage besuchen:

http://www.focus.de/immobilien/mieten/

Bundesländer prüfen Rechtslage – Enteignung erlaubt! Wann der Staat Vermietern Flüchtlinge aufzwingen darf

Oktober 25th, 2015

Viele Kommunen sind mit dem Zustrom der Flüchtlinge nach Deutschland überfordert. Innerhalb kürzester Zeit müssen sie Unterkünfte zur Verfügung stellen. Die Erstaufnahmezentren stoßen an ihre Grenzen, viele Unterkünfte sind längst voll – und es gibt vielerorts keine öffentlichen Räumlichkeiten mehr, die für die Unterbringung von Flüchtlingen geeignet wären.

Nach Informationen von FOCUS Online haben zwei Bundesländer inzwischen Prüfanträge an die Bundesregierung gestellt. Sie wollen wissen, ob es eine gesetzliche Grundlage dafür gibt, leerstehende Immobilien in Privatbesitz zwangszumieten. Um welche Länder es sich handelt, ist den Informationen nicht zu entnehmen.

Wie sieht die Rechtslage aus?

Es deutet allerdings einiges darauf hin, dass insbesondere Nordrhein-Westfalen und Rheinland Pfalz unter großem Druck stehen. Deren Regierungschefs betonen in Interviews, ihre Kommunen seien bereits am Limit. Beide Länder wollten sich auf Anfrage jedoch nicht zur aktuellen Lage äußern.

„Wenn es gar keine andere Möglichkeit gibt, dürfen die Behörden vorübergehend Gebäude beschlagnahmen“, sagt Gerold Hape vom Eigentümerverband Haus & Grund. Geregelt sei das im Polizei- und Ordnungsbehördengesetz. „Es bezieht sich auf Obdachlose, denen die Kommunen aus Sicherheitsgründen eine Wohnung stellen müssen.“

Im Extremfall könnten sich auch die Länder darauf berufen. „Wenn alle Möglichkeiten bereits erschöpft sind, kommt das in Frage“, so Hape. Den Vermietern würde eine Entschädigung gezahlt, die sich an den marktüblichen Mietpreisen orientiert.

„Engagement darf nicht erstickt werden“

Der Eigentümerverband Haus & Grund lehnt die Maßnahme dennoch kategorisch ab. „Den vielen in Deutschland Schutz suchenden Flüchtlingen angemessenen Wohnraum anzubieten, ist eine große Heraus­forderung. Diese wollen wir gemeinsam mit den Kommunen anpacken und dabei weiter auf Freiwilligkeit setzen“, betonte Kai Warnecke, Hauptgeschäftsführer von Haus & Grund Deutschland. „Dieses Engagement darf nicht erstickt werden, indem Zwangs­maßnahmen angedroht werden“, sagt Warnecke.

Dass es tatsächlich zu Zwangsanmietungen und Enteignungen kommen wird, sei unwahrscheinlich, obwohl einige Bundesländer diese Möglichkeiten prüften, beruhigt der Pressesprecher des Bundesinnenministeriums gegenüber FOCUS Online. Der Bund könne weitere Liegenschaften zur Verfügung stellen und habe „eine Art Krisenstab“ eingerichtet.

Erste Zwangsanmietungen haben bereits stattgefunden

„Wir befinden uns in engem Kontakt mit den Ländern“, so der Sprecher weiter. Gleichzeitig berate die Bundesregierung darüber, ob sie die von der Koalition zugesicherte Finanzhilfe in Höhe von drei Milliarden Euro anheben soll.

Einige Städte haben von der gesetzlichen Möglichkeit allerdings schon Gebrauch gemacht. Im Januar 2015 wurde ein Gebäude des Kolpingwerks in Arnsberg vorübergehend beschlagnahmt, um Flüchtlinge unterzubringen. In der Stadt Olpe traf es ein früheres Familienhotel. In Berlin beschlagnahmte der Senat die frühere Zentrale der Berliner Sparkasse an der Bundesallee in Wilmersdorf. Sie soll als Erstaufnahmestelle genutzt werden. Auch im baden-württembergischen Main-Tauber-Kreis übernahm das Landratsamt ein Kasernen-Gebäude per Gesetzesbeschluss.

Leser lehnen Zwangsanmietung ab

Ein Großteil der FOCUS-Online-Leser lehnt Zwangsanmietungen und Enteignungen kategorisch ab. Evelyn Bornemann kommentiert: „Damit bin ich nicht einverstanden. Wenn es keine Unterkünfte mehr gibt, muss man Schluss machen und nicht noch mehr Menschen aufnehmen.“

Patrick Stöcker schreibt: „Die Immobilie wurde beim Erwerb versteuert und noch heute zahle ich Grunderwerbssteuer. Vielleicht aber möchte mir der Staat ja meine Immobilie abkaufen, um hiermit über das Recht zu Verfügen, zukünftig darüber entscheiden zu dürfen, von wem die Immobilie zu nutzen ist.“

Allerdings gibt es auch Leser, die eine Zwangsanmietung positiv betrachten: „Eigentlich kann das doch nur im Sinne der Vermieter sein: Ihre leerstehende Immobilie wird vermittelt und der Staat bezahlt die Miete. Immer noch besser, als einen Mieter zu haben, der die Miete verschleppt“, sagt Peter Müller.

Hier der Link dazu:

www.focus.de/

Einnahmerekord für die Länder – Ständige Steuererhöhungen: Länder machen mit Grunderwerbssteuer Milliarden

Oktober 7th, 2015

Seit die Länder über die Grunderwerbssteuer bestimmen, sind die Sätze drastisch gestiegen. Das zeigen Zahlen des Statsitischen Bundesamtes. Im ersten Halbjahr 2015 haben die Länder dadurch einen neuen Einnahmenrekord eingefahren: 5,3 Milliarden Euro flossen in die Steuerkassen.

Die Hochrechnung zeigt: Für das Gesamtjahr 2015 dürften die Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer erstmals zehn Milliarden Euro übersteigen. Das ist mehr als doppelt so viel, wie noch vor zehn Jahren. Im Jahr 2005, ein Jahr vor dem Wechsel der Zuständigkeit, zahlten Immobilienkäufer „nur“ 4,7 Milliarden Euro Grunderwerbssteuer.

Bei keiner anderen Steuer gingen die Sätze so rasant nach oben. „Deutschland dürfte damit im europäischen Vergleich in die Spitzengruppe bei den Erwerbsnebenkosten aufgestiegen sein“, sagte Rolf Kornemann, Präsident des Eigentümerverbands Haus & Grund, der Tageszeitung „Die Welt“.

Länder erhöhen Grunderwerbssteuer 26 Mal

Inzwischen hätten die Bundesländer insgesamt 26-mal die Grunderwerbsteuer erhöht, berichtet „Die Welt“. Lag der Satz bundesweit im Jahr 2006 noch bei 3,5 Prozent, zahlen Immobilienkäufer im Saarland, in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen inzwischen Spitzensätze von 6,5 Prozent. Dieser Höchstsatz gilt seit dem 1. Juli auch in Brandenburg. Nur in Bayern und Sachsen gilt noch der ursprüngliche Satz von 3,5 Prozent.

Haus-&-Grund-Präsident Kornemann kritisiert die hohe Steuerbelastung von Immobilienkäufern. Sie stehe im Kontrast zu den Absichten der Politik, den Bau von Wohnungen und die Eigentumsbildung stärker zu fördern. „Bei einem Steuersatz von 6,5 Prozent sind beim Kauf einer Immobilie im Wert von 300.000 Euro allein 19.500 Euro Grunderwerbsteuer zu zahlen. Für viele Familien ist die Finanzierung und damit ein Stück eigene Altersvorsorge bei dieser Höhe nicht mehr zu stemmen“, sagte Kornemann der „Welt“.

Nebenkosten verteuern Hauskauf zusätzlich

Zumal die weiteren Nebenkosten wie Maklerprovision, Notar- und Grundbuchkosten die Immobilie zusätzlich verteuern. Bei einem 300.000-Euro-Haus müssen Käufer über 100.000 Euro Eigenkapital mitbringen, wenn sie sich an die oft empfohlene 20-Prozent-Quote halten wollen. Und auch die Nebenkosten sollen Käufer idealerweise aus dem Eigenkapital bestreiten können.

Dennoch sind die Bundesländer noch nicht zufrieden, berichtet Kornemann. Niedersachsen habe angekündigt, die Grunderwerbsteuer „von derzeit bereits hohen fünf Prozent“ weiter zu erhöhen. „Bremen hat bereits angekündigt nachziehen zu wollen.“

Die Grunderwerbssteuer gilt für jeden Immobilienkauf, egal ob Neubau oder Bestand.

 

Von:

http://www.focus.de/immobilien/kaufen

Wirkung der Mietpreisbremse in Hamburg

Oktober 2nd, 2015

Die Mietpreisbremse scheint in Hamburg schon erste Erfolge zu erzielen. Anfang Juli wurde in Hamburg die Mietpreisbremse eingeführt. Das heißt Vermieter müssen sich bei einer Neuvermietung an den ortsüblichen Vergleichsmieten orientieren.

Die Mietpreisbremse ist in allen Bundesländern sehr umstritten. Gerade Eigentümerverbände sprachen sich strikt gegen ihre Einführung aus. Deshalb wird ihre Wirksamkeit auch kurz nach ihrer Einführung schon kritisch analysiert. Für Hamburg will das Onlineportal Immobilienscout24 schon deutliche Veränderungen in den Mieten sehen. Von Juni auf Juli seien die mittleren Angebotsmieten von 10,48 Euro auf 10,12 Euro gefallen. Das entspricht einem Minus von 3,44 Prozent. Da der Rückgang mit der Einführung der Mietpreisbremse zusammenfällt, sehen die Verantwortlichen des Online-Immobilienportals einen Zusammenhang. Allerdings könnte es sich um einen saisonalen Effekt handeln, da auch im Vorjahr in manchen Sommermonaten vergleichsweise geringere Mieten verzeichnet werden konnten.

Auch in Berlin lässt sich ein Rückgang der mittleren Angebotsmieten seit Einführung der Mietpreisbremse verzeichnen. Hier wurde die Deckelung schon im Juni eingeführt. Von Mai auf Juni ließ sich ein deutlicher Rückgang von 8,80 Euro auf 8,53 Euro erkennen. Im Juli sank die Miete noch einmal geringfügig. So starke Abweichungen nach unten gab es in diesem Jahr vorher weder in Hamburg noch in Berlin. Auch in einigen Städten in NRW wurde die Mietpreisbremse im Juli eingeführt. Hier konnten allerdings bisher keine signifikanten Veränderungen der Mieten festgestellt werden. Allerdings, so räumt das Portal ein, gäbe es für diese Städte auch deutlich weniger Daten.

 

Gesichtet bei:

http://news.immobilo.de/2015/09/21/

Miete versus Rate – Mieter- oder Käufer-Typ

August 31st, 2015

Hamburg (ots) – Die erste eigene Wohnung oder das erste eigene WG-Zimmer beziehen die meisten Deutschen zu Beginn ihrer Ausbildung oder des Studiums. Nach einigen Jahren der beruflichen Entwicklung stellt sich dann die Frage, weiter zur Miete wohnen oder eine Immobilie erwerben. Beides hat Vor- und Nachteile und ob jemand eher ein Mieter oder Käufertyp ist beleuchtet das Baufinanzierungsportal Baufi24.de im Folgenden.

Typische Mieter sind oft ungebunden, mögen es flexibel und stellen diese Ansprüche auch an ihr Heim. Die Vorteile einer Mietwohnung liegen dabei klar auf der Hand: sie ist kündbar und kann jederzeit gewechselt werden. Außerdem ist die Höhe der Miete relativ geregelt, sie kann nur begrenzt und in gewissen Abständen erhöht werden. Ebenso ist der Mieter nur geringfügig an Instandhaltungskosten oder Reparaturen beteiligt und auch die Nebenkosten sind überschaubar. Allerdings hängen die Mietpreise auch von den Wohnorten ab. Der Quadratmeter in Hamburg, als Beispiel für ein Ballungszentrum, kostet 12,25 Euro. Dahingegen in Buxtehude, außerhalb vom Ballungsgebiet, bezahlt der Mieter nur 8,35 Euro*.

Interessenten die sich entscheiden eine Immobilie zu erwerben, möchten häufig Sicherheit und etwas Eigenes besitzen. „Hier ist wichtig, dass künftige Hausbesitzer hinreichend Eigenkapital mit in das Bauvorhaben einbringen, damit verringert sich automatisch die Laufzeit“, rät Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24.de (https://www.baufi24.de/). Somit müssen künftige Hausbesitzer schon am Anfang viel Geld aufbringen, um sich ihren Traum zu verwirklichen. Außerdem kommen im Laufe der Jahre regelmäßige Kosten wie Nebenkosten oder auch nicht geplante Ausgaben für Instandhaltung, Steuern und etwaige Reparaturen hinzu. „Auch für die Immobilienpreise gilt, in Ballungsgebieten zahlt der Kunde für dieselbe Immobilie mehr als außerhalb von diesen“, gibt Scharfenorth zu bedenken.

Die ersten Schritte gerade bei der Immobilienfinanzierung sind gut zu bedenken. Denn Miete ist nicht gleichzusetzen mit der monatlichen Abschlagzahlung. Kunden die monatlich 800 Euro Miete gezahlt haben und nun eben diese als Abschlag veranschlagen wollen, können sich bei einem Zins von 1,43 Prozent, einer Zinsbindung von 10 Jahren und einer Tilgung von 2 Prozent einen Kredit von 120.000 Euro leisten. Oft reicht dies aber nicht aus und sobald die Zinsbindung abläuft werden die Karten neu gemischt. „Ich rate jedem Kreditnehmer die Tilgung so hoch wie möglich anzusetzen und auch auf einen etwaigen Zinsanstieg vorbereitet zu sein. Nur dann macht die Immobile auch Spaß“, sagt Scharfenorth. Die Vorteile zur Miete kommen dann heraus, wenn der Kredit abgezahlt ist und dies sollte relativ schnell geschehen. Wie für alle Kunden monatliche Raten aus Zins, Tilgung und Sondertilgung bei unterschiedlichen Finanzierungsbeträgen und Beleihungssätzen ausfallen, ermitteln Interessierte schnell, einfach und unabhängig mit dem Baufinanzierungsrechner (https://www.baufi24.de/baufinanzierung-rechner/) von Baufi24.de.

Über Baufi24

Baufi24.de ist mit mehr als drei Millionen Besuchern pro Jahr eines der bekanntesten Webportale für private Baufinanzierungen. Zukünftige Hausbesitzer bekommen hier weitreichende Informationen rund um das Thema Baufinanzierung und Immobilienkauf/-bau zur Verfügung gestellt. In seinem Leistungsportfolio vergleicht das Unternehmen die Angebote von mehr als 300 Banken. Mehr als 1.000 zertifizierte Berater stehen den Kunden in einem Partnernetzwerk mit Beratung und Expertise zur Seite. Weitere Informationen unter https://www.baufi24.de/

*https://www.wohnungsboerse.net

Pressekontakt:

Unternehmenskontakt: Baufi24 GmbH Stephan Scharfenorth, Tel. +49 (0) 
800 808 4000 E-Mail: redaktion@baufi24.de
Pressekontakt: Hasenclever Strategy, Walter Hasenclever, Tel: +49 421
42 76 37 39, Mobil: +49 171 493 57 83, E-Mail:
wh@hasencleverstrategy.de
externer Link zum Artikel:
www.presseportal.de/

Markt für Wohnimmobilien verzeichnet stabile Entwicklung

Mai 1st, 2015

Der deutsche Markt für Wohnimmobilien verzeichnet trotz schwächelnder Konjunktur weiterhin einen Aufwärtstrend. Sowohl Mieten als auch Kaufpreise für Wohnimmobilien konnten in 2012 zulegen, allerdings in geringerem Maße als im Jahr zuvor. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung zum deutschen Wohnimmobilienmarkt, die kürzlich von der HSH Nordbank veröffentlicht wurde.

 

Abschnitte dieses Artikels:

Mietpreisentwicklung bundesweit

Für die Studie „Marktkonferenz Wohnimmobilien Sommer 2013“ untersuchte die HSH Nordbank die Entwicklung der Preise auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt im vergangenen Jahr. Schwerpunkt der Untersuchung lag dabei auf 14 deutschen Großstädten. Für die Städte Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Kiel, Köln, Leipzig, München, Potsdam, Rostock, Schwerin und Stuttgart wurden sowohl die jeweiligen Marktentwicklungen innerhalb des Jahres aufgezeigt, als auch ein Ausblick auf die zukünftig zu erwartenden Entwicklungen der jeweiligen Märkte gegeben.

Mietpreise besonders in Ballungszentren gestiegen

Insgesamt konnte der Mietmarkt in Deutschland 2012 eine positive Preisentwicklung verzeichnen. Der stärkste Preisanstieg konnte im Bereich der Erstbezugsmieten verzeichnet werden. So kletterten die Mietpreise bei erstmaligem Bezug einer Wohnung vergangenes Jahr im Bundesdurchschnitt um 4,8 Prozent. In Ballungszentren lag der Preisanstieg für Erstbezugsmieten aufgrund der starken Nachfrage sogar bei 6,0 Prozent. Die Bestandsmieten legten im Vergleich zu 2011 bundesweit um durchschnittlich 3,6 Prozent zu, in den Ballungsräumen stiegen die Preise im gleichen Zeitraum um 4,3 Prozent. Im Städtevergleich der Bestandsmieten konnte in Bremen mit einem Plus von 8,7 Prozent der größte Zuwachs verzeichnet werden. Knapp gefolgt von Düsseldorf mit einer Preissteigerung von 8,3 Prozent und Stuttgart, wo die Bestandsmieten im vergangenen Jahr um 5,3 Prozent zulegen konnten. In den kommenden Jahren sei laut Studie mit einer Abschwächung der Mietsteigerungen zu rechnen. Denn die zu erwartende Abschwächung der Nachfrage werde in Kombination mit verstärktem Wohnungsbau für Entspannung auf dem Wohnungsmarkt sorgen.

 

Übernommen aus:

www.immobild.de/

Miete soll auch zukünftig bezahlbar sein

Februar 26th, 2015
So einigten sich kürzlich CDU/CSU und SPD. Der Gesetzesentwurf liegt vor – nun wird am 07.November 2014 verhandelt. Es geht um die „Mietpreisbremse“! Bisher gab es keine Reglementierung zur Höhe der Miete wenn ein neuer Mietvertrag geschlossen wird, dies soll sich ändern.

Was bewirkt die Mietpreisbremse?

Durch die Mietpreisbremse würde dem unkontrollierten Mietanstieg, gerade in „angespannten Wohnungsmärkten“ wie beispielsweise München, Stuttgart, Köln, Frankfurt und Hamburg ein Riegel vorgeschoben. Wo drastische Mieterhöhungen von 20, 30 oder 40 Prozent an der Tagesordnung waren, sind nunmehr nur noch 10 Prozent über dem ortsüblichen Mietspiegel zulässig. Hat die Miete bereits vorher über diesem Satz gelegen, gilt ein Bestandsschutz.

Wer wird „ausgebremst“?

Eine Ergänzung im Mietrechts des BGB macht es möglich: Für die Wiedervermietung von Bestandwohnungen greift die 10 Prozent Regel, nicht aber für Neubauten die erstmalig ab dem 01.Oktober 2014 vermietet werden und Wohnungen die umfassend modernisiert worden sind. Hiermit sollen auch Investitionen in den Wohnungsmarkt weiterhin attraktiv bleiben.

Bis es soweit ist, gibt es noch einiges zu tun

Beispielsweise soll die Landesregierung bis zum 31. Dezember 2020 die Gebiete, in denen die Begrenzung gilt, definieren. Gleichzeitig ist ebenfalls noch unklar, wie die Kriterien einer „umfangreichen Modernisierung“ aussehen. Derzeit geht man davon aus, dass die Modernisierungsarbeiten mindestens ein Drittel des Neubaus in der selben Lage betragen müssten.

Weitere Entlastungen für Mieter

Insgesamt sollen mehr als 850 Millionen Euro jährlich durch Mietpreisbremse und das „Bestellerprinzip“ eingespart werden – nämlich an der Maklercourtage! Vorgesehen sind Änderungen in der Beauftragung eines Maklers und Wohnungsvermittlung. Wurde üblicherweise die Maklercourtage vom neuen Mieter getragen, soll nun der Eigentümer die Kosten tragen. Es gilt das Prinzip „Wer bestellt, der bezahlt!“

Gleichwohl wird befürchtet, dass Eigentümer vor der bevorstehenden Gesetzesänderung die Mieten erhöhen um die Maklerkosten zu kompensieren.

Ab wann werden die Änderungen gültig?

Das Inkrafttreten der neuen Gesetze ist für die erste Jahreshälfte 2015 geplant. Allerdings sind diese erst wirksam, sobald durch die Länder die entsprechenden Gebiete mit erhöhtem Wohnungsbedarf ausgewiesen wurden.

Eine Klage gegen die Neuregelungen durch Eigentümerverbände ist wahrscheinlich. Dem Gesetz werden massive Eingriffe in das Eigentumsrecht vorgeworfen.

 

Erstmalig veröffentlicht auf:

www.immobild.de/mietpreisbremse/5387

Mehr als die 20-fache Jahresmiete – Immobilienmarkt 2015: Die guten Lagen sind alle weg

Februar 26th, 2015

Der Deutsche Immobilienmarkt ist überhitzt. Zu diesem Resultat kommt der Immobilien Investment Club (IIC) mit Sitz in Dresden. Nach seinen Auswertungen haben die Kaufpreise in vielen Großstädten das Niveau von 20 Jahresmieten zum Teil weit überschritten. Das gelte nicht nur für die Top7-Großstädte Berlin, Hamburg, München, Köln, Leipzig, Frankfurt und Stuttgart, sondern auch in einigen Hochschulstädten wie Münster, Heidelberg oder Freiburg.

„Wir haben zwar keine Immobilienblase, sind aber in einem konjunktur- und zinsbedingtem zeitweisen Hoch der Immobilienpreise angelangt“, stellt Olaf Wortmann, Pressesprecher des IIC, fest. Ob sich daraus eine Blase entwickle oder ob es sich immer noch um einen Nachhol-Effekt gegenüber anderen internationalen Immobilienmärkten handle, „entscheidet der Markt in den nächsten Monaten“.

Top-Standorte abgegrast

Weil das Angebot an den Top-Standorten weitgehend abgegrast ist, werde es für Kapitalanleger im Jahr 2015 die besten Renditeaussichten an den sogenannten den B- und C-Standorten geben. „Hier können trotz minderer Lagequalität auch 2015 durchaus interessante Deals geschlossen werden“, so Wortmann. Seien beispielsweise Verkäufer unter Druck, die Objekte mit Mietproblemen belastet oder kleinere Sanierungsarbeiten notwendig, aber die Objektqualität hoch, können Abstriche bei der Lage durchaus ein Investment rechtfertigen. „Viel wichtiger aber ist, den einzelnen Standort individuell zu beurteilen, intensiv zu prüfen und zu analysieren“, rät Wortmann.

Oft zeigt sich der Charme erst auf den zweiten Blick

„Wer aber die richtigen Einkaufsquellen nutzt, findet auch in den kommenden zwölf Monaten Objekte unter dem zehnfachen der Jahresmiete“, glaubt der IIC-Sprecher. Manchmal seien auch lohnende Investments am Markt zu finden, die erst auf den „zweiten oder auch dritten Blick“ durch aktives Management des einzelnen Investors zu einem lohnenden Produkt werden.

Entscheidend sei dabei nicht nur der Kaufpreis, sondern auch Punkte wie das Optimierungspotenzial.

Großinvestoren konzentrieren sich dem IIC zufolge in den größeren Städten, Citylagen und Hochschulstandorten auf „größere Einheiten mit kleineren Wohnungen von ein bis zwei Zimmern.“ In kleineren Städten oder in einem eher familiengeprägten Umfeld seien eher bei kleineren Einheiten mit sechs bis maximal 20 Wohnungen und größere Wohnungen von drei bis vier Zimmern gefragt.

 

Adresse der Quelle:

http://www.focus.de/immobilien/kaufen/mehr-als-die-20-fache-jahresmiete-immobilienmarkt-2015-die-guten-lagen-sind-alle-weg_id_4388884.html

Wohnen: der früher-heute Vergleich

Januar 25th, 2015
Nicht nur heute ist Wohnraum in Deutschland echte Mangelware, sondern auch vor über 100 Jahren kämpften die Menschen schon mit ähnlichen Problemen: Damals zog etwa jeder dritte Mieter in Berlin nach spätestens einem Jahr wieder um, da die Arbeiter besonders während der Industrialisierung des späten 19. Jahrhunderts in unsicheren Verhältnissen lebten. Während dieser Zeit wuchsen die Städte so stark, dass es überall an Wohnraum fehlte – an Eigentum war damals nicht zu denken. Für die Menschen kam nur das Wohnen zur Miete in Frage.

Aus dieser Not heraus, entwickelte sich eine starke Miettradition in den Städten, die bis heute das Wohnverhalten in Deutschland prägt. So lebt noch immer jeder Zweite in Deutschland zur Miete. Vergleicht man dieses Ergebnis international, ist festzustellen, dass es sich hierbei um einen hohen Anteil handelt. In Südeuropa sind hingegen dreiviertel der Wohnungen Privateigentum.

1920er-Jahre: „Goldenes Zeitalter der Wohnungspolitik”

Doch es fehlte nicht nur während der Industrialisierung an ausreichend Wohnraum, sondern auch nach dem Ersten Weltkrieg war die Wohnungsnot noch groß. Damals entstanden dank der demokratischen Organisation des Staates zahlreiche Initiativen. So gelten bis heute die 1920er-Jahre als das „goldene Zeitalter” der Wohnungspolitik. In dieser Zeit wurden neue Siedlungsformen entwickelt, in denen Ideen von besseren Häusern verwirklicht werden sollten: Licht, Luft und Sonne sollten fortan die Wohnarchitektur bestimmen.

Neue Konzepte der Finanzierung wurden zu diesem Zeitpunkt ebenfalls realisiert, um die Großprojekte bauen zu können. Folglich gab es bis Mitte der 1920er-Jahre bereits 4.000 Genossenschaften in Deutschland. Diese bauten oft ohne staatliche Unterstützung neue Siedlungen, da sie auf der Idee der Gemeinnützigkeit beruhten.

Wiederaufbau in Ost und West

Über 500.000 Wohnungen wurden in Deutschland zu Beginn der 1950er-Jahre fertig gestellt. Davon wurde der Großteil im Rahmen des öffentlich geförderten Wohnungsbaus errichtet. Allerdings entwickelte sich die Wohnungspolitik nach der deutschen Teilung in den beiden deutschen Staaten in konträre Richtungen:

Als Bestandteil der staatlichen Planwirtschaft wurde in der DDR der Wohnungs- und Städtebau als Bestandteil definiert. Wohnungen gab es damals nur auf Zuteilung.
Während in der DDR Grundstückseigentümer enteignet wurden, erhielt hingegen in der BRD das Privateigentum absoluten Vorrang in der Wohnungspolitik.

Seit der Industrialisierung waren Lösungen gegen die Wohnungsnot eine hochrangige gesellschaftspolitische Frage, die bis heute kontrovers diskutiert wird. Denn beim Wohnen geht es in erster Linie immer darum, inwieweit die Politik in den Wohnungsmarkt eingreift.

Das heutige Leben in den Großstädten

Auch heute zieht es immer mehr Menschen in die wirtschaftsstarken Städte: So hat sich nach Angaben des statistischen Bundesamtes der Anteil an Ein-Personen-Haushalten in den vergangenen Jahren von 20 auf 40 Prozent verdoppelt. Demnach fehlt es auch an ausreichend Wohnraum!

Laut den Berechnungen des Deutschen Mieterbunds (DMB) werden heute in den Ballungsräumen schätzungsweise über 250.000 Wohnungen benötigt

Hingegen in anderen Regionen Deutschlands, beispielsweise in Städten wie Essen, Bochum oder auch Chemnitz und Leipzig Wohnungen leer stehen, da hier die Zahl der Einwohner sinkt.

 

Adresse der Quelle:

news.immobilo.de/

Ab 2015 Neuregelungen: Mietpreisbremse und Maklercourtage

Januar 21st, 2015
Endlich! Lange mussten deutsche Mieter auf sie warten. 2015 treten sie nun endlich in Kraft: Die Mietpreisbremse sowie die Abschaffung der Maklerprovision!

Die Mietpreisbremse und auch die Frage, wer bei der Wohnungssuche den eingeschalteten Immobilienmakler bezahlt, stehen 2015 nicht länger im Raum. Denn seit diesem Jahr dürfen die Länder selbst regeln, in welchen Gebieten die Miete bei Neuvermietungen nicht stärker als zehn Prozent steigen darf. Und Makler müssen zukünftig von demjenigen bezahlt werden, der ihn bestellt hat.

Mietpreisbremse: Wie ist sie geregelt?

Die Mietpreisbremse soll dafür sorgen, dass künftig insbesondere in begehrten Wohnlagen Mietpreissprünge von 20, 30 oder mehr Prozent verhindert werden. Denn laut Bundesregierung sollen sich auch in Zukunft Normalverdiener Wohnraum in diesen Lagen leisten können.

Die Neuregelung sieht daher vor, dass bei der Wiedervermietung von Bestandswohnungen die zulässige Miete höchstens auf das Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete angehoben werden darf, zuzüglich 10 Prozent.

Des Weiteren werden die Länder dazu ermächtigt, Gebiete mit angespanntem Wohnungsmarkt, in denen die Mietpreisbremse gilt, für höchstens fünf Jahre auszuweisen.

Hingegen neu errichtete und umfassend modernisierte Wohnungen bei Erstvermietung von der Mietpreisbegrenzung ausgenommen werden, da man Investitionen in Neubauten und umfassende Modernisierungen nicht unterbinden möchte.

Zudem ist es auch vorgesehen, dass eine zulässig vereinbarte Miete auch bei Wiedervermietung weiter verlangt werden darf. Demnach werden Vermieter also nicht gezwungen, eine frei gewordene Wohnung unterhalb der bisherigen Miete anzubieten.

Die Maklercourtage: Was steckt dahinter?

Im Maklerrecht ist das allgemein akzeptierte Prinzip verankert: „Wer bestellt, der bezahlt”. Zukünftig soll dadurch sichergestellt werden, dass diejenige Partei, die die Leistung eines Maklers veranlasst, auch dazu verpflichtet ist, die anfallenden Maklergebühren zu zahlen.

In der Praxis ist dies oft der Vermieter, der mit Hilfe eines Maklers einen neuen Mieter sucht. Künftig muss also der Vermieter alleine die Kosten für einen Makler tragen, wenn er einen neuen Mieter für seine Immobilie sucht.
Unwirksam ist eine hiervon abweichende Vereinbarung.

 

zur Webseite: 

news.immobilo.de/2015/01/07

Selbst Suchanzeigen schalten – Wer sucht, findet – Mieten ohne Makler

Januar 19th, 2015

Geht es nach dem Willen der Bundesregierung, müssen Vermieter den Makler bald selbst bezahlen. Das verändert die Wohnungssuche massiv – doch nicht für alle zum Vorteil. Worauf Vermieter und Mieter achten müssen.

Franziska und Lewis sind Mitte 20, seit fünf Jahren ein Paar und „auf der Suche nach einem neuen Nest“ in Berlin. 2,5 bis 3 Zimmer soll die Traumwohnung haben. Das dritte werde Arbeits- und Gästezimmer, betonen sie.

Das soll beruhigen: kein Kinderlärm. Die beiden haben auch keine Haustiere und unbefristete Vollzeit-Jobs bei führenden Internetunternehmen. Sie versprechen: keine ständigen Partys und „wir gehen gemeinsam durch dick und dünn“. Das alles verraten Franziska und Lewis im Internet – unter einem Bewerbungsbild mit Krawatte und Kleidchen.

Suchanzeigen online schalten

Die beiden Berliner gehen einen ungewöhnlichen Weg der Wohnungssuche. Statt sich auf Anzeigen von Vermietern und Maklern zu bewerben, haben sie selbst eine Suchanzeige im Internet geschaltet. Noch sind sie damit eher die Ausnahme, doch nach Expertenmeinung nicht mehr lange.

„Suchanzeigen gewinnen erheblich an Bedeutung“, sagt der Immobilienexperte des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Voigtländer. Wenn das Bestellerprinzip im Frühjahr in Kraft trete und Vermieter einen Makler selbst bezahlen müssten, werde sich der Markt verändern. „Um Kosten für den Makler zu sparen, werden private Vermieter ihre Wohnungen vermehrt selbst vermieten“, sagt Voigtländer voraus.

Eine Suchanzeige, nicht nur per Zettelchen an Ampeln oder Verkehrsschildern, sondern vor allem im Internet, könne Mietern und Vermietern Vorteile bringen

 

Weniger Stress für alle – und die Maklergebühren fallen weg

Franziska und Lewis sparen sich womöglich unzählige Besichtigungen, bei denen in beliebten Berliner Lagen 50 oder mehr Bewerber zugleich durch die Wohnung geschleust werden. Vermieter müssen nicht Hunderte Antworten auf ihre Inserate prüfen, sondern können bestimmte Bewerber von vornherein aussortieren. Und sich die Makler-Kosten sparen.

Die großen Immobilienportale bieten inzwischen alle Suchanzeigen an. Im Vergleich zu den Wohnungsangeboten ist deren Zahl allerdings noch verschwindend gering: Bei Immobilienscout24 stehen 3000 Suchanzeigen mehrere Hundertausend Angebote gegenüber. „Die Anzeigen sind als zusätzlicher Kanal gedacht für Leute, die etwas mehr machen wollen“, sagt Sprecher Marcus Drost. Wer hier sucht, tut das oft mit Bewerbungsfoto und gibt zumindest den Beruf preis. Meistens jedoch viel mehr.

40 Prozent der Vermieter, so schätzt Drost, könnten wegen der zusätzlichen Kosten auf die Maklerdienste verzichten. Wer das nicht könne, weil er nicht vor Ort wohne, werde versuchen, die Kosten auf die Mieter abzuwälzen, sagt Alexander Wiech vom Eigentümerverband Haus und Grund. „Doch häufig wird das nicht gehen.“

 

Noch haben Makler 50 Prozent Marktanteil

Derzeit wird in Deutschland nach Zahlen des Immobilienverbands IVD fast die Hälfte der Wohnungen durch Makler vermittelt. In Großstädten ist die Quote am höchsten. Viele Vermieter wüssten nicht, was der Makler alles für sie übernehme, sagt IVD-Jurist Christian Osthus.

Makler hätten auch eine Pufferfunktion und schützten die Privatsphäre der Auftraggeber. Voigtländer erwartet eine Bereinigung auf dem Markt. „Es bleiben die, die Beratungsleistungen erbringen.“

 

Start-Ups erfinden neue Modelle

In die Lücke, die sich nach Einführung des Bestellerprinzips auftun könnte, drängen Start-Ups wie das Münchner Unternehmen Faceyourbase. Hier sieht man sich als „erste Matchingbörse für den Immobilienmarkt, die das Problem der Makler-Provision für Vermieter und Mieter aktiv löst“.

Mieter können sich mit ihrem Facebook -Profil präsentieren oder für 99 Cent Fotos und persönliche Informationen hochladen. Vermieter wählen von einer Fotobewerberwand aus. Mehr als zehn Bewerber, das wird garantiert, werden nicht zur Besichtigung eingeladen. Vor gut zwei Monaten ist Faceyourbase gestartet. Zwischen 600 und 800 Nutzer haben sich registriert, doch noch sind kaum Wohnungen online.

 

Gute Bonität entscheidet

Für manche werde die Wohnungssuche durch die Inserate schwieriger, meint Voigtländer. Kunden mit schlechter Bonität oder Familien mit Kindern können gleich aussortiert werden – bevor sie den Vermieter beim persönlichen Gespräch überzeugen können. Franziska und Lewis dagegen betonen in ihrer Bewerbung sogar: „Wir sind bereit, eine Maklerprovision zu tragen.“

 

Link zur Homepage:

http://www.focus.de/immobilien/mieten/wohnen-wer-sucht-findet-mieten-ohne-makler_id_4387421.html

Studie: So wohnen die Deutschen – Hamburger sitzen auf dem Balkon, Berliner parken auf der Straße

Januar 9th, 2015

Den Deutschen ist ein attraktives Zuhause wichtig. Doch bei der Wohnraumausstattung unterscheiden sich die großen Metropolen deutlich. Während Parkettboden in München Standard ist, hat kaum ein Berliner eine Garage. Eine aktuelle Studie zeigt die regionalen Besonderheiten.

Wenn es um ihr Traumhaus geht, haben die Bundesbürger klare Prioritäten: Knapp ein Drittel will ein Einfamilienhaus mit durchschnittlich 134 Quadratmetern Wohnfläche. Top-moderne Einbauküche und Garten gehören für die allermeisten ebenfalls dazu.

Soviel zu den Wünschen. Aber wie wohnen die Deutschen wirklich? Eine aktuelle Untersuchung des Immobilienfinanzierers Interhyp hat ermittelt, wie die Realität in deutschen Großstädten aussieht – und welche regionalen Vorlieben ins Auge springen.

Hamburger lieben Terrasse und Balkon

Die Studie „Wohnträume der Deutschen 2014“ kommt bei den sieben deutschen Metropolen Hamburg, Berlin, München, Frankfurt, Stuttgart, Köln und Leipzig zu überraschenden Resultaten. So haben 61 Prozent aller Hamburger Wohnungen einen Balkon oder eine Terrasse. Damit ist die Hansestadt Spitzenreiter. Am unteren Ende der Rangliste liegt Frankfurt am Main mit gerade 39 Prozent „Balkonquote“.
Dafür sind die Frankfurter besonders gut auf Besuch eingestellt: In 28 Prozent der Wohnungen inder Main-Metropole gibt es ein Gäste-WC. Hier rangiert Berlin mit 13 Prozent am Ende.

Während 42 Prozent aller Metropolen-Bewohner eine Garage nutzen, verfügt in Berlin nur etwa jeder Zehnte über dieser Luxus. Nur zu 13 Prozent der Berliner Wohnungen gehört eine Garage. Ähnlich bescheiden sieht es in Leipzig aus (14 Prozent). Die Studie lässt offen, ob diese Ergebnisse mit einem attraktiven öffentlichen Nahverkehr im Osten zu erklären sind oder eher mit der fehlenden Kaufkraft der Einwohner.

Bei der Ausstattung bestätigt die bayerische Landeshauptstadt manche Klischees: Fast jeder zweite Münchner wandelt auf Parkettboden, 46 Prozent aller Wohnungen sind damit ausgestattet. In Hamburg ist es mit 23 Prozent gerade die Hälfte.

Kölner sind Energiespar-Meister

In Köln haben 37 Prozent der Wohnungen eine energiesparende Isolierung. Damit ist die Rheinmetropole Hochburg der Umweltschützer oder zumindest der cleveren Rechner. Die Münchner blasen hingegen die Energie zum Fenster hinaus: nur 19 Prozent der Wohnungen sind modern gedämmt.

Für die Studie befragte die Interhyp 2000 Deutsche nach ihren Wohnträumen und ihrer tatsächlicher Wohnsituation.

Übernommen aus:

www.focus.de/immobilien/mieten

Wohnungslosigkeit

Januar 3rd, 2015
Eine aktuelle Studie des Sozialministeriums in Nordrhein-Westfalen zeigt einen drastischen Anstieg von Wohnungslosigkeit im Bundesland. Um insgesamt zehn Prozent stieg die Zahl der Wohnungslosen zwischen 2007 und 2012 an. Schätzungen zu folge sind rund 100 000 Menschen betroffen.

Der häufigste Grund für eine drohende Wohnungslosigkeit sind Mietschulden. Bei fast 90 Prozent ist dies der Fall. Außerdem bezieht die Mehrheit der von Wohnungslosigkeit Bedrohten Hartz IV. Die Altersspanne reicht von 25 bis 60 Jahren bei Alleinstehenden ohne Kinder. Männer sind zudem deutlich häufiger von Wohnungslosigkeit bedroht als Frauen.

Da der Bedarf auch in der Bundeshauptstadt zunimmt, will der Berliner Senat nun neue Notunterkünfte schaffen. Diese sind vor allem in den Wintermonaten überlebenswichtig. Ursprünglich war eine Erhöhung um rund 80 Schlafplätze auf 500 geplant. Nun wollen die Verantwortlichen noch rund 100 Plätze mehr schaffen. Als Hauptursache für die rasch steigende Wohnungslosigkeit wird in Berlin die allgemeine Wohnungsknappheit gesehen. Der Bedarf an Notunterkünften wachse außerdem durch den Zuzug von Wohnungslosen aus Osteuropa. Trotz der milden Temperaturen im November waren die Unterkünfte schon mit 90 Prozent ausgelastet. Zunehmend werden die Unterkünfte von Privatanbietern angeboten. Oft herrschen dort schlechte hygienische Verhältnisse und andere Missstände, obwohl auch diese Betreiber von den Jobcentern und Sozialämtern bezahlt werden.

Wer einmal auf der Straße gelandet ist, hat oft große Schwierigkeiten wieder in ein geregeltes Wohnumfeld zu kommen. Dies ist gerade in größeren Städten ein Problem, da hier oft ein großes Defizit an bezahlbaren Wohnungen herrscht. Geförderter Wohnungsbau ist Mangelware. Auch wenn viele Wohnungslose nicht zwangsläufig auf der Straße schlafen, sondern bei Freunden oder Bekannten unterkommen, haben sie keine eigene Adresse. In Osnabrück und anderen Städten gibt es auch aus diesem Grund sogenannte Tageswohnungen, die Wohnungslosen als Postanschrift dienen. Außerdem stehen meist Waschmaschinen, Duschen oder Schließfächer für Habseligkeiten und Papiere sowie Ansprechpartner zu Verfügung. Sie dient aber vor allem in den kalten Wintermonaten als Ort zum aufwärmen.

 

 

http://news.immobilo.de/

AENGEVELT attestiert Dresdner Immobilienmarkt großes Potential

Dezember 29th, 2014

Ungeachtet der Mikroelektronik-Krise, die durchaus in Dresden ihre Spuren hinterlassen hatte, sind die Entwicklungen in der Elbmetropole u. a. dank der hervorragenden Hochschul- und Wissenschaftslandschaft positiv. Das spiegelt sich auch in den Prognosen des ifo Instituts wider: Demnach wird das reale Bruttoinlandsprodukt in Ostdeutschland (einschließlich Berlin) 2015 voraussichtlich um 1,3% wachsen. Aufgrund der spezifischen Wirtschaftsstruktur des Freistaates (Spezialisierung auf Investitionsgüter sowie die höhere Exportquote) dürfte das Wachstum in Sachsen mit 1,8% etwas höher ausfallen. Davon profitiert die Landeshauptstadt Dresden.

Diese positiven Impulse haben bereits im letzten Jahr bzw. in der Vergangenheit den Arbeitsmarkt und damit auch die arbeitsplatzorientierte Zuwanderung stimuliert:
• So wuchs die Zahl der registrierten Einwohner mit Hauptwohnsitz in Dresden binnen fünf Jahren um mehr als 27.000 auf ca. 538.000 Einwohner an.
• Die Zahl der Arbeitslosen in Dresden sank zwischen Mitte 2010 und Mitte 2014 um rd. 9.000 Personen auf rd. 29.000. Analog dazu sank die Arbeitslosenquote von 11% auf 8,2%.

Die wirtschaftlichen Perspektiven für Dresden sind günstig“ bestätigt Ullrich Müller, Niederlassungsleiter AENGEVELT IMMOBILIEN Dresden und ergänzt „Deutsche A-Städte, die sogenannten Big Five, sind seit langem seitens nationaler und internationaler Investoren gefragt. Allerdings sind die Spitzenrenditen hier deutlich auf z.T. unter 5% gesunken. Höhere Renditen finden sich in Städten abseits der Big Five. Hier wiederum zählt Dresden zweifelsohne zur ersten Liga: Die Elb-Metropole bietet im Vergleich mit einer A-Stadt bei kaum höherem Risiko deutlich attraktivere Einstiegsrenditen.“

Robuster Büromarkt in Dresden

• In Dresden wurden innerhalb der ersten drei Quartale 2014 rd. 55.000 m² Bürofläche umgesetzt. Müller: „Damit wurde der Vorjahreswert leicht übertroffen und bestätigt unsere Anfang des Jahres getroffene Prognose von rd. 80.000 m² bis zum Jahresende.“
• Günstig entwickelte sich auch der Leerstand, der inzwischen auf 11% des Bestands bzw. 250.000 m² gesunken ist. Neben Flächenexpansionen ist dies auch Folge der geringen Neubautätigkeit. Spekulative Projektentwicklungen sind in Dresden selten. Hier zeichnet sich auch 2015 keine Trendwende ab.
• Das Spitzenmietniveau zog bereits zum Jahreswechsel 2013/2014 auf EUR 12,-/m² an und blieb stabil auf diesem Niveau.

Investmentnachfrage in Dresden legt zu

• „Das Transaktionsvolumen am Dresdner Grundstücks- und Immobilien­markt wird 2014 voraussichtlich die 1,5 Mrd.-Euro-Marke erreichen und das Vorjahr (rd. EUR EUR 1,4 Mrd.) übertreffen“, so die Einschätzung von Ulrich Müller und weiter: „Dresden nimmt damit Kurs auf das Rekordjahr 2006 (EUR 1,74 Mrd.).“
• Die Nachfrage ist grundsätzlich hoch. Allerdings werden überdurchschnittlich viele Baugrundstücke gehandelt, während der Handel von bebauten Grundstücken – gemessen am Geldvolumen – voraussichtlich leicht gesunken ist.
Dazu Müller: „Vor dem Hintergrund der hohen Nachfrage nach Wohnungseigentum, vor allem Eigentumswohnungen, kommt es vorrangig zum Weiterverkauf von Wohnungen im Teileigentum.“ Damit spielt er auf das knappe Angebot der von einigen Investoren vorrangig gesuchten Wohninvestments (Mietzinshäuser) in Dresden an.
• Insgesamt führte die hohe Nachfrage nach Baugrundstücken, Wohninvestments bzw. Teileigentum zu einem Anstieg des Preisniveaus bzw. zu sinkenden Renditen. So sind die Bodenpreise (pro m²) etwa um 15% und die Wohnungspreise (pro m²) um 5% bis 12% gestiegen.      

Zu den bedeutendsten Transaktionen im Bereich der Entwicklungs­grundstücke zählt Ullrich Müller 2014 den durch AENGEVELT im Exklusivauftrag vermittelten Verkauf des ehemaligen Robotron-Areals mit knapp 98.000 m² Grundstücksfläche in sehr guter innerstädtischer Lage. „Hier wird in den nächsten Jahren einer der Schwerpunkte der Dresdner Stadtentwicklung liegen“, ist sich Müller sicher.
• Analog zu dem gestiegenen Kaufpreisniveau für Grundstücke und Wohnungen sank die Spitzenrendite für Top-Wohnobjekte im Jahresverlauf 2014 um 50 Basispunkte auf rd. 5 %. Dresden bleibt damit aber im bundesweiten Vergleich immer noch attraktiv. In Berlin liegt die Spitzenrendite für Bestandswohnimmobilien z. B. bei 4%.

Ausblick 2015: Büromarkt

Bereits im vergangen Jahr zeichneten sich zwei z. T. gegenläufige Trends ab, die sich auch weiterhin fortsetzen werden: Zum einen weichen die ersten Nachfrager von Büroflächen kosten- und angebotsbedingt auf preisgünstigere B-Flächen und B-Lagen aus. Zum anderen begünstigt die gestiegene Wohnungsnachfrage Projektentwicklungen im Wohnsegment. Da Wohnen in der Regel einfacher zu finanzieren ist als z.B. Büroobjekte ohne signifikante Vorvermarktungsquoten >/= 50%, werden in Dresden kaum neue Büroflächen (spekulativ) entwickelt. „Im Spitzensegment gibt es daher kein Angebot, während es zugleich in guten Lagen (ausweichbedingt) am unteren Preisband immer enger wird“,  so das Fazit von Ullrich Müller.

Ausblick 2015: Investmentmarkt

Angesichts der Fokussierung der Investorennachfrage auf die A-Städte wie Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/M, Hamburg, Köln, München und Stuttgart sind die Spitzenrenditen dort in den letzten Jahren auf bzw. z. T. sogar deutlich unter 5% gesunken. Das ist und war Folge des zunehmenden Risikobewusstseins. Vielen Investoren ist die Rendite z.T. zu niedrig, auch sind in vielen A-Städten Objekte in zentralen Lagen rar. Dementsprechend rücken andere wachstumsstarke Städte wie Dresden zunehmend in den Fokus der Investoren. Das war bereits 2014 so und wird sich 2015 fortsetzen bzw. verstärken.

Insgesamt ist Ullrich Müller nach jetzigem Analysestand optimistisch, dass der Dresdner Grundstücksmarkt auch 2015 die 1,5-Milliarden-Euro-Marke wieder „knackt“. Müller: „Mit etwas Glück kann sogar das Rekord-Niveau von 2006 erreicht werden.“

AENGEVELT IMMOBILIEN, gegründet 1910, ist mit rd. 125 Mitarbeitern an den Standorten Düsseldorf (Stammhaus), Berlin, Frankfurt/M., Leipzig, Magdeburg und Dresden einer der größten und erfahrensten Immobilien-Dienstleister Deutschlands und bietet seinen Kunden zusammen mit seinen Partnernetzwerken DIP – Deutsche Immobilien-Partner und IPP International Property Partners bundesweit und international eine umfassende kundenindividuelle Betreuung in den Marktsegmenten Büro, Einzelhandel, Logistik, Hotel und Wohnen.

Das Unternehmen begleitet und berät seine Kunden auf Basis seines umfangreichen wissenschaftlichen Immobilien-Research auf der gesamten Wertschöpfungsstrecke ihrer Liegenschaften – vom Einkauf über Projektinitiierung/-begleitung, Vermietung etc. bis hin zum Exit/Verkauf.

Hierbei lässt AENGEVELT regelmäßig seine Dienstleistungen durch ein unabhängiges Marktforschungsinstitut überprüfen. Das Ergebnis der jüngsten Befragung sind wiederum Bestnoten hinsichtlich der Kundenzufriedenheit: Die Quote derjenigen, die AENGEVELT auf jeden Fall bzw. evtl. wieder als Dienstleister beauftragen würden, erreicht den Spitzenwert von 99%.

Um seinen Kunden eine völlig interessenunabhängige, marktorientierte Fachberatung zu garantieren, ist und bleibt AENGEVELT absolut banken-, versicherungs- und weisungsungebunden und damit frei von Allfinanz- und Konzernstrategien und pflegt zudem ein umfassendes Wertemanagement.

Außerdem ist AENGEVELT seit 2008 DIN EN ISO9001:2008 zertifiziert und gehörte 2010 zu den ersten Unternehmen der deutschen Immobilienwirtschaft, die von der „Initiative Corporate Governance der deutschen Immobilienwirtschaft e.V.“ (ICG) das Zertifikat „ComplianceManagement“ erhalten haben.

 

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news.immobilienscout24.de/gewerbe

Miete soll auch zukünftig bezahlbar sein

Dezember 17th, 2014
So einigten sich kürzlich CDU/CSU und SPD. Der Gesetzesentwurf liegt vor – nun wird am 07.November 2014 verhandelt. Es geht um die „Mietpreisbremse“! Bisher gab es keine Reglementierung zur Höhe der Miete wenn ein neuer Mietvertrag geschlossen wird, dies soll sich ändern.

Was bewirkt die Mietpreisbremse?

Durch die Mietpreisbremse würde dem unkontrollierten Mietanstieg, gerade in „angespannten Wohnungsmärkten“ wie beispielsweise München, Stuttgart, Köln, Frankfurt und Hamburg ein Riegel vorgeschoben. Wo drastische Mieterhöhungen von 20, 30 oder 40 Prozent an der Tagesordnung waren, sind nunmehr nur noch 10 Prozent über dem ortsüblichen Mietspiegel zulässig. Hat die Miete bereits vorher über diesem Satz gelegen, gilt ein Bestandsschutz.

Wer wird „ausgebremst“?

Eine Ergänzung im Mietrechts des BGB macht es möglich: Für die Wiedervermietung von Bestandwohnungen greift die 10 Prozent Regel, nicht aber für Neubauten die erstmalig ab dem 01.Oktober 2014 vermietet werden und Wohnungen die umfassend modernisiert worden sind. Hiermit sollen auch Investitionen in den Wohnungsmarkt weiterhin attraktiv bleiben.

Bis es soweit ist, gibt es noch einiges zu tun

Beispielsweise soll die Landesregierung bis zum 31. Dezember 2020 die Gebiete, in denen die Begrenzung gilt, definieren. Gleichzeitig ist ebenfalls noch unklar, wie die Kriterien einer „umfangreichen Modernisierung“ aussehen. Derzeit geht man davon aus, dass die Modernisierungsarbeiten mindestens ein Drittel des Neubaus in der selben Lage betragen müssten.

Weitere Entlastungen für Mieter

Insgesamt sollen mehr als 850 Millionen Euro jährlich durch Mietpreisbremse und das „Bestellerprinzip“ eingespart werden – nämlich an der Maklercourtage! Vorgesehen sind Änderungen in der Beauftragung eines Maklers und Wohnungsvermittlung. Wurde üblicherweise die Maklercourtage vom neuen Mieter getragen, soll nun der Eigentümer die Kosten tragen. Es gilt das Prinzip „Wer bestellt, der bezahlt!“

Gleichwohl wird befürchtet, dass Eigentümer vor der bevorstehenden Gesetzesänderung die Mieten erhöhen um die Maklerkosten zu kompensieren.

Ab wann werden die Änderungen gültig?

Das Inkrafttreten der neuen Gesetze ist für die erste Jahreshälfte 2015 geplant. Allerdings sind diese erst wirksam, sobald durch die Länder die entsprechenden Gebiete mit erhöhtem Wohnungsbedarf ausgewiesen wurden.

Eine Klage gegen die Neuregelungen durch Eigentümerverbände ist wahrscheinlich. Dem Gesetz werden massive Eingriffe in das Eigentumsrecht vorgeworfen.

 

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www.immobild.de

Lieber jetzt als später – Index prophezeit: Günstiger als jetzt wird ihre Traum-Immobilie nie wieder

Dezember 14th, 2014

Günstiger als heute wird die Wunsch-Immobilie kaum mehr zu haben sein. Wann die Chance nutzen – wenn nicht jetzt? Die Prognosen sagen: Schon bald könnte es schwieriger werden, an sein Eigenheim zu kommen.

Quizfrage: Waren die Zinsen in Deutschland vielleicht schon einmal niedriger als heute? Klare Antwort: Nein, so tief standen sie noch nie. Seit mehr als 30 Jahren wird Geld in der Bundesrepublik immer billiger. Unterbrochen nur von zwischenzeitlichen Anstiegen, sind die Zinsen immer weiter gesunken.

Und wenn etwas so lange im eigenen Sinne läuft, dann sollte man dem nicht immer nur zuschauen, sondern die Gunst der Stunde nutzen und aktiv werden. Das gilt für alle, die sich für den Erwerb einer Immobilie interessieren. Nicht weniger als 84 Prozent der Deutschen sind der Überzeugung, dass sich ihr Wohntraum am ehesten im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung verwirklichen lässt, ergab eine Umfrage für den Baufinanzierungsvermittler Interhyp. Auch drei Viertel aller befragten Mieter würden demnach lieber in den eigenen vier Wänden leben. Kinder verstärken diesen Wunsch noch: Fast 90 Prozent der Mieter mit Kindern träumen vom eigenen Haus oder von der eigenen Wohnung.

Den Traum können die Deutschen so gut verwirklichen wie kaum je zuvor – obwohl Wohnungen und Häuser gerade in begehrten Lagen in den vergangenen Jahren schon teurer geworden sind. Das beweist der sogenannte Erschwinglichkeitsindex des Immobilienverbands Deutschlands (IVD). Die Ursache dafür sind vor allem die immer weiter sinkenden Zinsen, aber auch steigende Gehälter. Der Erschwinglichkeitsindex fasst die Faktoren Immobilienpreise, Zinsniveau und verfügbares Einkommen zu einer Kennzahl zusammen. Je höher diese Kennziffer, desto leichter kann der durchschnittliche Haushalt in Deutschland ein Eigenheim erwerben. Der Index steht fast auf Rekordwert – Kaufen ist also so günstig wie selten zuvor.

 

Ohne Einschränkungen zum Eigentum?

Zu Recht sehen viele angehende Immobilienbesitzer eine gute Gelegenheit, um jetzt zuzugreifen: Mehr Menschen als noch vor einem Jahr rechnen damit, dass sie für den Kauf einer Immobilie ohne finanzielle Einschränkungen auskommen. Das belegt das Immobilienbarometer, eine von ImmobilienScout24 und Interhyp im August durchgeführte repräsentative Studie unter 2000 Immobilieninteressenten.

Knapp zwei Drittel aller Befragten sind davon überzeugt, dass sie sich nach dem Immobilienerwerb nicht finanziell einschränken müssen (62,5 Prozent). 2013 dachten dies noch 54,9 Prozent. „Angehende Eigenheimbesitzer sollten die Gelegenheit jetzt nutzen, um ihre geplante Baufinanzierung gründlich durchchecken zu lassen“, rät Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender von Interhyp, einem der Spezialisten für die private Baufinanzierung.

 

70 000 Euro mehr Haus leisten

Dank der rekordtiefen Zinsen kann man sich jetzt reichlich Haus leisten: Wer heute 800 Euro Miete bezahlt, diese Summe in die Finanzierung und Rückzahlung eines Kredits investiert und zusätzlich 30 000 Euro Eigenkapital mitbringt, bekommt beim aktuellen Zinsniveau von 2,20 Prozent und einer anfänglichen Tilgung von zwei Prozent ein 15-jähriges Darlehen in Höhe von 228 500 Euro. Steigen die Zinsen nur um einen Prozentpunkt auf das Niveau, das vor einem Jahr herrschte, sind nur noch 184 600 Euro Kredit drin. Ein Zinssatz von 4,2 Prozent erlaubt gar nur noch 154 800 Euro Kredit.

 

Vorsicht vor einer schnellen Wende

Anders ausgedrückt: Ein 200 000-Euro-Kredit mit 15 Jahren Zinsfestschreibung zu 2,3 Prozent Zins und zwei Prozent Tilgung verteuert sich von einer Monatsrate von 715 Euro sprunghaft um fast die Hälfte auf 1048 Euro, wenn das Zinsniveau nur um zwei Prozentpunkte zulegt. 2011 beispielsweise lag das Zinsniveau noch um zweieinhalb Prozentpunkte höher als heute. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen, Maßstab für langfristige Zinsen, sprang zwischen 2012 und 2013 schnell einmal um fast einen Prozentpunkt nach oben. Eine Zinswende kann also unerwartet und sehr rasch erfolgen.

Wer sein Wunschobjekt gefunden hat, sollte daher schnell eine Baufinanzierung anpeilen, gratis von den Interhyp-Spezialisten durchleuchten lassen – und dann rasch handeln, wenn alle Parameter passen.

 

Zuerst veröffentlicht auf:

http://www.focus.de/

Mieten und Kaufpreise – Dortmund und Berlin – Auch in diesen Städten tobt der Immobilienwahnsinn

Dezember 1st, 2014

In Deutschland zieht es immer mehr Menschen in die Metropolen. Das lässt die Preise für Wohneigentum rasant in die Höhe schießen. Im Bundesdurchschnitt steigen die Immobilienpreise hingegen langsamer, die Mieten nach einer Analyse teilweise gar nicht mehr.

Hypotheken sind günstig wie nie, alternative Geldanlagen rar: Auch deshalb klettern die Kaufpreise für Wohneigentum in Deutschland munter weiter. Das gilt vor allem für Großstädte, die immer mehr Menschen anziehen.  

Insgesamt lasse die Dynamik beim Preisanstieg bei Wohneigentum aber nach, betonte der Immobilienverband IVD am Donnerstag bei der Vorlage des neuesten Wohn-Preisspiegels in Frankfurt. Für eine bestehende Eigentumswohnung mit mittlerem Wohnwert würden derzeit 1082 Euro pro Quadratmeter gezahlt. Das sind 4,5 Prozent mehr als im Vorjahr, nachdem die Preise 2013 noch um 5,3 Prozent gestiegen seien.  

„Damit liegt das durchschnittliche Preisniveau für Eigentumswohnungenimmer noch zehn Prozent niedriger als vor 20 Jahren“, sagte IVD-Vizepräsident Jürgen Michael Schick. Denn nach dem Immobilienboom der 1990er Jahre seien die Preise für Wohneigentum lange Zeit überproportional zurückgegangen. Erst seit 2010 sei ein Aufholprozess zu beobachten.

Preise in Metropolen

Allerdings verteuern sich Eigentumswohnungen in Großstädten deutlich schneller als im Bundesschnitt – und schneller als im Vorjahr. So koste der Quadratmeter in Städten mit mindestens 500 000 Einwohnern im Schnitt 1689 Euro und damit 9,3 Prozent mehr als vor einem Jahr: Der Vorjahresanstieg lag bei 7,8 Prozent. „Immer mehr Menschen wollen sich mit dem Kauf der eigenen vier Wände von der Entwicklung der Mieten unabhängig machen und nutzen das derzeit niedrige Zinsniveau zum Wohnungskauf. Damit tragen sie zur Aufwärtsbewegung der Kaufpreise für Eigentumswohnungen bei“, sagte Schick. 

Surftipp:

IVD-Präsident Jens-Ulrich Kießling begründet die Entwicklung zudem mit der wachsenden Bevölkerungszahl in den Metropolen: „Der Wohnungsneubau kann damit nicht mithalten – auch wenn das Neubauvolumen in den vergangenen Jahren zugenommen hat.“  

Größter Anstieg in München, Hamburg und Berlin

So stiegen die Preise mit 14,29 Prozent in München erneut besonders kräftig: Nach den IVD-Angaben müssen Käufer dort derzeit 3600 Euro pro Quadratmeter für eine Eigentumswohnung mittleren Wohnwerts bezahlen. Mit großem Abstand auf Platz zwei folgt Stuttgart (2245 Euro, +9,87 Prozent) vor Hamburg (2100 Euro, +10,53 Prozent). Deutlich günstiger bleibt Berlin mit 1750 Euro pro Quadratmeter – allerdings ist die Entwicklung dort rasant (+ 12,9 Prozent). „Die Preise werden weiter steigen, aber sie schießen nicht in die Höhe“, prognostiziert Schick. In einigen Metropolen seien zweistelligen Plusraten allerdings weiterhin möglich. 

 

Hingegen hat sich die Mietentwicklung in Deutschland nach der Analyse spürbar verlangsamt. Im Durchschnitt koste eine Wohnung mit mittlerem Wohnwert – die nach 1949 entstand – derzeit 5,78 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter. Das seien 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr, erklärte IVD. Im vergangenen Jahr hatte der Preisanstieg noch bei über drei Prozent gelegen. In vielen Großstädten wie Düsseldorf, Frankfurt und Dresdensowie Bonn und Wiesbaden seien die Mieten gar nicht gestiegen.
 
Artikel-Quelle:

Tipps für die erste eigene Wohnung

November 30th, 2014
Endlich hat man es geschafft: Die erste eigene Wohnung! Doch bevor man in seine eigenen vier Wände zieht, sollte man sich gut informieren und einige Tipps berücksichtigen:

Bewerberfragebogen

Ein solcher Bogen ist heutzutage die Regel! Hier müssen für den Wohnungseigentümer einige  persönliche Angaben vom potenziellen neuen Mieter gemacht werden. All diejenigen, die sich weigern einen Bewerberfragebogen auszufüllen, haben schlechte Karten, die Wohnung zu bekommen.

Allerdings muss man nur insoweit Auskunft geben, wie der Vermieter ein berechtigtes Interesse daran hat. Dazu zählen beispielsweise auch die monatlichen Einkünfte oder auch die generelle Bonität.

Mietkaution

Ebenfalls die Regel ist eine Mietkaution. Sie umfasst maximal drei Monats-Kaltmieten, die man in drei gleichen Monatsraten zahlen muss. Allerdings ist darauf zu achten, dass man bei einer Kaution immer die dazugehörige Quittung vom Vermieter erhält!

Zudem sollte man die Quittung und den Bankbeleg zusammen mit dem Mietvertrag gut aufheben. Wenn es nach dem Auszug nichts zu beanstanden gibt und keine weiteren Beträge offen sind, dann muss der Wohnungseigentümer die Kaution plus Zinsen spätestens nach sechs Monaten wieder zurückzahlen.

Ruhezeiten

Oft gibt es Probleme mit Lärm und Lautstärke in einem Wohnhaus. Dabei sollte beachtet werden, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten eingehalten werden müssen. Sie liegen meist zwischen 13 – 15 und zwischen 22 – 6 Uhr! Renovierungen sollten daher so organisiert sein, dass die geräuschvollen Arbeiten vor 20 Uhr erledigt sind.

Umbauarbeiten

Wenn der Mieter die Wände seiner Wohnung streichen oder Teppich verlegen möchte, dann ist das sein gutes Recht. Er kann frei entscheiden, mit welcher Farbe er die Wände streichen möchte und welcher Boden in seine Wohnung soll.

Bei baulichen Veränderungen braucht er allerdings die Zustimmung des Vermieters.
Umbauten sollte man sich daher vorab schriftlich genehmigen lassen. Andernfalls kann der Wohnungseigentümer verlangen, dass nach dem Auszug der ursprüngliche Zustand der Wohnung wieder hergestellt werden muss. Die Kosten liegen dann aber auf Seiten des Mieters.

Haustiere
Jeder Mieter darf Kleintiere wie Hamster oder Wellensittiche halten. Das ist gar kein Problem. Doch für alle anderen Tiere gelten die Regelungen im Mietvertrag. Besonders bei Hunden muss der Mieter vorher eine Absprache mit dem Vermieter treffen. Denn permanentes, lautes Hundegebell kann zu Beschwerden oder gar Anzeigen führen.

Staffelmiete

Diese Art der Mietregelung legt von vornherein fest, dass sich die Miete regelmäßig erhöht. Nach einem Jahr ist eine solche Anhebung erstmals möglich, allerdings nur beschränkt: So darf die erhöhte Miete maximal 20 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Im Vertrag müssen zudem die zukünftigen Monatsmieten oder der Steigerungsbetrag geregelt sein.

 

Quelle:

news.immobilo.de/2014/10/24/tipps-fuer-die-erste-eigene-wohnung

Berlins teuerste Bezirke

November 17th, 2014
Berliner Eigentumswohnungen werden immer teurer! Besonders die Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte und Pankow sind von der Explosion der Kaufpreise stark betroffen: Hier sind für Immobilienkäufer kaum noch Schnäppchen drin!
 

Denn wer sich eine Wohnung in einem dieser beliebten Bezirke kaufen möchte, der sollte die Taschen ordentlich voll haben: Eine gebrauche Eigentumswohnung kostet hier durchschnittlich mehr als 2.000 Euro pro Quadratmeter!

Anders sieht es hingegen im Bezirk Spandau aus: Wer eine Immobilie im Westen von Berlin erwerben möchte, der findet hier Wohnungen mit einem Quadratmeterpreis von circa 1.049 Euro. Das geht aus dem Kaufpreisspiegel hervor, den die LBS Norddeutsche Landesbausparkasse Berlin-Hannover (LBS Nord) veröffentlicht hat. Die Grundlage sind hierbei die Verkaufsangebote in den Berliner Tageszeitungen für Wohnungen in der Größe zwischen 60 und 120 Quadratmetern.

Friedrichshain-Kreuzberg: teuerste Bezirk von Berlin

Demnach werden die höchsten Durchschnittspreise für gebrauchte Eigentumswohnungen in Friedrichshain-Kreuzberg verlangt. Hier liegt der derzeitige Quadratmeterpreis bei circa 2.140 Euro. Doch es geht noch besser: Die Spitzenpreise liegen in diesem Bezirk sogar bei 2.649 Euro!

Mitte: liegt auf dem zweiten Platz

Zu dem zweitteuersten Bezirk von Berlin zählt Mitte. Hier gibt es die typischen Angebotspreise von 2.050 Euro pro Quadratmeter, aber auch Höchstpreise von knapp 3.000 Euro pro Quadratmeter.

Pankow: ebenfall teuer

Ähnlich sieht das Ganze auch in Pankow aus. Die Durchschnittspreise haben sich hier bei 2.250 Euro verankert. Aber es gibt auch Spitzenwerte, in einer Höhe von 2.634 Euro pro Quadratmeter. Damit liegt Pankow mit Friedrichshain-Kreuzberg fast gleich auf.

Die Studie bestätigt zudem, dass in allen drei Bezirken ein Berliner Durchschnittshaushalt mehr als das Sechsfache seines Jahreseinkommens aufbringen, um eine Wohnung aus dem Bestand zu erwerben.

Lichtenberg: eine mögliche Alternative

Wer mit diesen Preis-Entwicklungen nicht mithalten kann, der sollte sich lieber eine Wohnung in einem anderen Bezirk von Berlin suchen. Ein mittleres Preisniveau herrscht beispielsweise in dem Bezirk Lichtenberg. Hier liegt der Quadratmeterpreis für eine Wohnung bei 1.406 Euro.

Tempelhof-Schöneberg sind mit einem Preis von 1.611 Euro pro Quadratmeter wesentlich preiswerter, als Friedrichshain-Kreuzberg oder auch Mitte.

Auch in Steglitz-Zehlendorf sieht die Wohnsituation derzeit besser aus: Immobilienkäufer müssen hier mit einem Preis von 1.656 Euro pro Quadratmeter rechnen. Das bedeutet, dass Käufer für eine gebrauchte Eigentumswohnung in Steglitz-Zehlendorf etwa das Vier- bis Fünffache ihres Jahreseinkommens aufwenden müssen.

Hier der Link dazu:

news.immobilo.de/2014/10/29/berlins-teuerste-bezirke

Wahnsinniger Boom – Hier kostet ein Parkplatz eine Million Dollar

Oktober 17th, 2014

Only in New York: Parkplätze für jeweils eine Million Dollar in SoHo sind das neueste Symbol für den Größenwahn an Manhattans Immobilienmarkt. Ein paar Quadratmeter Tiefgarage, viermal so teuer wie das durchschnittliche Eigenheim im Land. Die Metropole am Hudson macht dem Motto des Bundesstaats New York mal wieder alle Ehre: „Excelsior“ – höher hinaus. Wie lange kann das gut gehen? 

Manhattans Wohnungsmarkt ist eine schillernde Zurschaustellung des Exzesses: Das ehemalige Apartment des verstorbenen Tenors Luciano Pavarotti am Central Park ist mit 13,7 Millionen Dollar noch relativ günstig, ebenso die Dreizimmer-Wohnung von Hollywood-Star Kirsten Dunst. Wer wirklich Aufsehen erregen will, kauft für 118,5 Millionen Dollar ein Penthouse am Battery Park mit Blick auf die Freiheitsstatue.  

13 Prozent Preisanstieg in 90 Tagen

Der Boom nimmt immer krassere Formen an: Alleine in den letzten 90 Tagen sind die Preise für Eigentumswohnungen in Manhattan um 13 Prozent gestiegen. Im Jahresvergleich lag das Plus im August bei rund fünf Prozent. „Macht euch bereit für das Platzen der Immobilienblase“, warnt Todd Schoenberger vom Vermögensverwalter J. Streicher Asset Management. „Alarmstufe rot“ rief das „New York Business Journal“ bereits im Juli aus.

 

Doch auch wenn die Preise viel stärker anziehen als die Einkommen – die Nachfrage will einfach nicht abreißen. Sehr viel Kundschaft komme aus dem Ausland, sagt der aus der TV-Serie „Million Dollar Listing New York“ bekannte Makler Ryan Serhant. „Wir können an die ganze Welt verkaufen.“ Internationale Investoren haben ihr Engagement in den USA zuletzt kräftig ausgebaut. Luxusobjekte in New York sind besonders begehrt.

Chinesen stehen Schlange

Vor allem Chinesen stehen Schlange. Sie machen inzwischen fast ein Viertel der ausländischen Käufer am US-Markt aus. Eileen Hsu, die Englisch und Mandarin spricht, hat sich auf superreiche chinesische Eltern spezialisiert, die ihre studierenden Kinder in New York unterbringen wollen. Das Konzept hat sie und ihr Team schon vier Mal zu Mitarbeitern des Jahres der größten New Yorker Makler-Firma Douglas Elliman gemacht.  

Ein Ende des Ansturms aus Asien scheint nicht in Sicht. Luxus-Apartments sind beispielsweise in Hongkong noch teurer als in New York. Auch sonst gibt es laut Experten gute Gründe, die Warnungen vor einem Immobilien-Crash im Big Apple für übertrieben halten. „Es wird nicht billiger werden“, sagt Jarod Randolph, Chef und Gründer der JGR Property Group. Der Markt hat in der Tat Eigenheiten, die gegen einen Infarkt sprechen.  

So unterscheidet sich die Finanzierungsstruktur deutlich von anderen Regionen – etwa die Hälfte der Deals werden „all cash“ abgewickelt. Da das Geld locker sitzt, können sich viele Käufer die langwierigen Verhandlungen mit Banken und Hypothekenfirmen sparen. Die Verschuldungsquoten sind gering. New York ist laut Experte Randolph einer der am wenigsten mit Fremdkapital gehebelten US-Märkte. 

Einer der stabilsten Märkte  

Dadurch wird eine Kreditpyramide verhindert, die schlagartig zusammenfallen kann, wenn der Preistrend dreht. Ein weiterer Stabilisator ist, dass sich mehr als 70 Prozent der Apartments in Manhattan im Besitz sogenannter Co-ops befinden. Diese Eigentümergesellschaften stellen in der Regel sehr hohe finanzielle Ansprüche an Investoren. 

Tatsächlich ist ausgerechnet der Markt, der als Inbegriff aller Immobilien-Exzesse gilt, einer der stabilsten weltweit. Selbst 2007, als die Hauspreisblase platzte, kam Manhattan vergleichsweise glimpflich davon. Seit fast zehn Jahren schwanken die Preise in relativ engen Bandbreiten – wenngleich auf hohem Niveau. Der Wahnsinn ist gewissermaßen Dauerzustand, wie so vieles in dieser Stadt.

 

Adresse der Quelle:

http://www.focus.de/