Chromaticus Immobilien-Blog
Neuigkeiten und Facts zu Immobilien

Mehrere Bundesländer gegen Einführung der Kappungsgrenze – Berlin hingegen setzt neues Mietrecht um

Juni 11th, 2013
Nachdem bereits Bayern im Rahmen des ab 1. Mai in Kraft getretenen neuen Mietrechts die Kappungsgrenze für Mietwohnungen in München einführte, hat sich nun auch der Berliner Senat für eine solche Regelung entschieden. Andere Bundesländer hingegen weigern sich, die Kappungsgrenze zu senken.

Nach einer Umfrage von Focus wollen mehrere Bundesländer die sogenannte Mietpreisbremse nicht einführen. Die ostdeutschen Bundesländer Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sowie das Saarland weigern sich, die Kappungsgrenze um 5 Prozent auf insgesamt 15 Prozent Mieterhöhung binnen 3 Jahre zu senken. Sachsen-Anhalt prüfe derzeit noch, ob es sich an der Umsetzung beteilige oder nicht. Read the rest of this entry »

Der norddeutsche Evergreen – der Bungalow

Juni 10th, 2013

Immer wieder gibt es im Hausbau Trends, die nicht lange anhalten. Der Bungalow hingegen ist ein Evergreen, der in Norddeutschland sehr gerne gebaut wird. Dort sind die Grundstücke häufig nicht so teuer wie im Süden, und das Wohnen auf einer Ebene hat echte Vorteile. Read the rest of this entry »

Duisburg: Neue Wohngebiete als Konkurrenz zu Düsseldorf geplant

Juni 8th, 2013
Die Stadt Duisburg will zunehmend von der Attraktivität Düsseldorfs profitieren und plant deswegen ein exklusives Neubauprojekt namens „Duisburg 2027“. Duisburg könnte tatsächlich von den steigenden Preisen in Düsseldorf profitieren, wenn die Einwohner denn tatsächlich zum Umzug bereit sind.

Duisburg will sich als attraktiver Wohnort für Arbeitnehmer aus Düsseldorf profilieren. Mit der Aufwertung des Südens sollen nun einkommensstarke Käufer und Mieter angelockt werden, denn in Viertel wie Alt-Rahm lässt es sich nicht nur gut leben, die Preise sollen auch im Vergleich zu dem teuren Düsseldorf recht günstig sein. Read the rest of this entry »

Drastischer Mangel an Wohnraum – In Großstädten fehlen pro Jahr Zehntausende Wohnungen

Juni 4th, 2013
In Berlin, Hamburg und München fehlen nach FOCUS-Informationen jedes Jahr zusammen mehr als 30 000 Wohnungen – so viel wie eine ganze Kleinstadt. Die Mehrheit der Deutschen wünscht sich Hilfe vom Gesetzgeber.
Der Wohnungsmangel in deutschen Großstädtenist größer als bislang gedacht. Wie eine Erhebung des Berliner Immobilieninstitutes Empirica im Auftrag des FOCUS ergab, besteht derzeit eine dramatische Diskrepanz zwischen der Zahl der fertig gestellten Wohnungen und dem tatsächlich benötigten Neubaubedarf:

In Berlin fehlen jährlich 17 260 Neubau-Wohnungen, in Hamburg 7000 und in Köln sind es 5000 Wohnungen. Gebaut wurden in diesen Städten zuletzt jeweils weniger als 3 300 Wohnungen pro Jahr. Read the rest of this entry »

Lebhafter Markt in den mittleren Großstädten

Juni 3rd, 2013

Die Nachfrage nach Wohn- und Geschäftshäusern in Deutschland boomt – auch in mittleren Großstädten. Investoren suchten angesichts der europäischen Staatsschuldenkrise nach Zinshäusern als sichere Kapitalanlage, heißt es im „Wohn- und Geschäftshäuser Marktbericht Deutschland 2013“ von Engel & Völkers Commercial.

Bevölkerungswachstum vs. Neubauten
Die hohe Nachfrage von Investoren treibt die Immobilienpreise für  Wohn- und Geschäftshäuser. Die derzeit niedrigen Hypothekenzinsen sind ein zusätzlicher Impuls für die Nachfrage. Zudem lassen sich im Vergleich zu anderen Wertanlagen vor allem in den mittleren und guten Lagen höhere Renditen erwirtschaften. “In den guten Lagen der zehn größten Städte Deutschlands liegen die Kaufpreise für Wohn- und Geschäftshäuser durchschnittlich beim 18,1-fachen der Jahresnettokaltmieten“, berichtet Carsten Rieckhoff, Leiter Research bei der Engel & Völkers Commercial GmbH. Bevölkerungswachstum und ein niedriger Zuwachs an Neubauten begünstigten seiner Meinung nach die Preisentwicklung ebenfalls.   Read the rest of this entry »

Schleswig-Holstein erhöht Grunderwerbsteuer auf 6,5 Prozent

Mai 30th, 2013

Die Grunderwerbssteuer wird in Schleswig-Holstein in Zukunft besonders teuer – denn die Landesregierung des Norddeutschen Bundeslandes hat beschlossen, die Besteuerung, die beim Kauf eines Grundstücks oder Hauses fällig wird, ab Januar 2014 auf 6,5 Prozent anzuheben – ein historischer Höchstsatz im Vergleich zum Bundesdurchschnitt, der aktuell bei einem Steuersatz von fünf Prozent liegt.

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Nebenkosten und Hausgeld – Schwindel und Schlamperei: Die häufigsten Fehler in Heizkostenabrechnungen

Mai 25th, 2013
Sie sorgt regelmäßig für Hitzewallungen der unangenehmen Art: die Heizkostenabrechnung. Dabei stimmt sie oft nicht mal. Welche Schnitzer verbreitet sind – und wie man sich gegen zu hohe Forderungen wehrt.
Energie zum Heizen wird teurer und teurer. Das ist allein schon beklagenswert genug. Doch es sind nicht nur die tatsächlichen Rohstoffkosten, die Mietern und Hauseigentümern beim Blick auf die jährliche Heizkostenabrechnung den Schweiß auf die Stirn treiben. Oft sind die Kalkulationen, die den Abrechnungen zugrunde liegen, schlichtweg falsch. Weil die Listen, Anhänge und Verteilungsvorschläge aber nicht eben durch Übersichtlichkeit bestechen, sind Fehler nicht meist nur mit Mühe nachvollziehbar. Die Folge: Viele Betroffene leisten zu Unrecht eine horrende Nachzahlung.

Studiengang: „Diplom-Abrechnungsversteher“?

Dies ist umso ärgerlicher, als eigentlich klar geregelt ist, wie eine Heizkostenabrechnung auszusehen hat und welche Kosten auf wen umgelegt werden dürfen: Die rechtliche Grundlage ist die so genannte Heizkostenverordnung. Sie greift immer dann, wenn es in einem Gebäude eine zentrale Heizungs- und Warmwasserversorgungsanlage gibt, deren Kosten auf mehrere Mieter oder Eigentümer verteilt werden müssen. Aber auch für Gebäude, die Fernwärme beziehen, gilt das Regelwerk.

Nach den Buchstaben des Gesetzes dürfte es bei der jährlichen Abrechnung auch keine Verständnisprobleme geben: Nach einer Grundsatzentscheidung des Bundesgerichtshofs von 1981 muss sie so erläutert und gegliedert sein, dass auch der Durchschnittsmieter ohne Jura- oder BWL-Abschluss sie begreift – und überprüfen kann. Read the rest of this entry »

Urteil: Vermieter dürfen bereits nach drei Jahren Eigenbedarf anmelden

Mai 23rd, 2013
Nach drei Jahren darf Mietern wegen Eigenbedarfsansprüchen gekündigt werden, hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden – aber nur, wenn der Bedarf zu Beginn des Mietverhältnisses noch nicht absehbar war.

Vermieter können bereits nach wenigen Jahren Eigenbedarf auf ihre Immobilie anmelden – wenn der Eigenbedarf zuvor weder geplant noch absehbar war. Das geht aus einem Urteil des BGH hervor. Die Richter hatten entschieden, dass es sich nur um eine rechtsmissbräuchliche Praktik handelt, wenn Vermieter bereits bei Abschluss eines Mietvertrages planen, ihre Immobilie in naher Zukunft selbst zu benutzten (AZ.: VIII ZR 233/12). Das Urteil stärkt damit die Rechte von Vermietern, da die Rechtssprechung des BGH zuvor eine Dauer von mindestens fünf Jahren Mietdauer vorgesehen hatte (BGH VIII ZR 62/08). Read the rest of this entry »

Immobilienbarometer: Trotz hoher Immobilienpreise ist Glaube an weitere Wertsteigerung ungebrochen

Mai 22nd, 2013

Die Zuversicht in den Wertzuwachs von Immobilien ist heute noch genauso groß wie vor drei Jahren. Das zeigt die aktuellen Umfrage zum “Immobilienbarometer” von Interhyp und ImmobilienScout24 unter rund 3.700 Kaufinteressenten. Demnach rechnet etwa jeder zweite Kaufinteressent (47 Prozent) mit einem Wertzuwachs, der die Inflation ausgleicht. Das sind genauso viele wie vor drei Jahren. Allerdings geht heute ein größerer Anteil der Befragten von einer höheren Wertsteigerung aus und ein kleinerer Anteil von einem Wertverlust. Read the rest of this entry »

Urteil: Mieter zahlen Abfallbeseitigungsgebühren nicht – Hauseigentümer haftet!

Mai 22nd, 2013

Zahlen die Mieter einer Wohnung die fälligen Abfallbeseitigungsgebühren nicht, so ist die Behörde nach Urteil des VG Neustadt berechtigt, nachträglich die ausstehenden Gebühren vom Hauseigentümer zu fordern.

Der Sachverhalt

Der Kläger ist Eigentümer mehrerer von ihm vermieteter Anwesen in Pirmasens. Auf seinen Antrag wurden die Abfallbeseitigungsgebühren für diese Wohnungen von der beklagten Stadt Pirmasens direkt gegenüber den Mietern festgesetzt. Verschiedene Mieter beglichen in den Jahren 2006 bis 2008 diese Abfallentsorgungsgebühren nicht vollständig. Deswegen zog die Beklagte den Kläger in den Jahren 2009 und 2011 als Eigentümer zu offen gebliebenen Abfallentsorgungsgebühren in Höhe von insgesamt 1.500 € heran. Read the rest of this entry »

Drum prüfe, wer für Andere bürget

Mai 14th, 2013

Der Bundesgerichtshof hat sich heute (BGH VIII ZR 379/12) mit dem Thema Bürgschaft für Mietzahlungen befasst. 

Im zu entscheidenden Fall war es zwischen Vermieter und dem Mieter einer Wohnung zu einem Mietrückstand gekommen. Der Vermieter nahm von einer Kündigung abstand und verlangte als Gegenleistung eine Sicherheit. Der Bruder des Mieters unterzeichnete daraufhin eine Bürgschaftserklärung in der er sich für die Mietzahlungen seines Bruders verbürgte. In der Folgezeit kam es erneut zu Mietrückständen die schließlich zu einer fristlosen Kündigung führten. Die ausstehenden Mieten der Wohnung, die monatlich 350 € plus 95 € Nebenkosten betrug, beliefen sich mittlerweile auf 6499,82 €. Der Vermieter verklagte den Bürgschaftsgeber auf diese Summe sowie zwei zusätzlich darin nicht enthaltener Monatsmieten.

Der beklagte Bürgschaftsgeber war lediglich zur Zahlung von 1050 € bereit. Er ist der Ansicht, dass die Bürgschaft aufgrund von §551 Abs.1 und 4 BGB auf drei Monatsmieten begrenzt sei. In dem entsprechenden Paragraphen findet sich eine Begrenzung der Mietsicherheit auf die Höhe von drei Monatsmieten.
Der Bundesgerichtshof ist dieser Ansicht entgegen getreten. Er ist der Auffassung, dass der §551 BGB keinerlei Anwendung auf die Sicherheiten hat, die dritte dem Vermieter anbieten, um eine drohende Kündigung für den Mieter abzuwenden. Die Begründung dafür ist interessant. Nach den Bundesrichtern würde der Vermieter dann keinerlei zusätzliche Rechtssicherheit erhalten. Das würde dazu führen, dass der Vermieter immer die Kündigung aussprechen würde und deshalb wäre eine solche Rechtsansicht kontraproduktiv für den Mieter. Denn dieser habe dann keine Möglichkeit mehr, die drohende Kündigung abzuwenden. Read the rest of this entry »

Die eigene Immobilie online verwalten

Mai 11th, 2013

Wann haben wir eigentlich das Wohnzimmer zuletzt renoviert? Wie haben sich unsere Heizkosten in den letzten Jahren entwickelt? Ist unser Haus gut genug vor Einbrechern geschützt? Wie würde wohl die Fassade in einer anderen Farbe aussehen? Rund um die eigene Immobilie tauchen immer wieder Fragen auf, die es für die Besitzer zu lösen gilt.

Werterhaltung und Wertsteigerung

“In unsicheren Zeiten birgt die eigene Immobilie ein hohes Maß an Sicherheit”, betont Michael Dröge, stellvertretender Vorsitzender des Verbands Wohneigentum NRW. “‘meine 4 wände’ bietet eine breite Palette an Angeboten, wie Eigentümer den Wert ihrer Immobilie erhalten und steigern können. Das Portal steht nicht nur unseren 136.000 Mitgliedern offen, sondern allen Haus- und Wohnungseigentümern in Nordrhein-Westfalen – und das kostenlos”, so Dröge. Ermöglicht wurde dies durch die Zusammenarbeit des Verbands Wohneigentum NRW mit dem Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Westfalen, dem Fachverband Stuck-, Putz- und Trockenbau Westfalen und dem Fachverband Tischler NRW. Unterstützt wird das von der Zukunftsinitiative Handwerk NRW (ZIH) geförderte Projekt von der Dortmunder Volksbank. Read the rest of this entry »

Problematische Mietvertragsklauseln: Worauf geachtet werden sollte

Mai 9th, 2013
Wem eine Regelung im Mietvertrag komisch vorkommt, der sollte sie lieber genau überprüfen, statt sie einfach hinzunehmen und voreilig zu unterschreiben – denn nicht alles, was im Vertrag steht, muss auch rechtsgültig sein.

Selbst wenn eine ungültige Klausel entdeckt wird, nachdem die Unterschrift schon auf dem Papier ist, kann sich der Gesetzgeber in einigen Fällen trotzdem auf die Seite des Mieters stellen: Unterschreibt dieser nämlich eine Klausel, die ihn unangemessen benachteiligt, kann diese ungültig sein. In diesem Fall muss der Mieter sich nach gängiger Rechtsprechung nicht daran halten. Wer es allerdings lieber nicht riskieren will, solche Dinge später vor Gericht klären zu müssen, sollte von vornherein genau auf die Inhalte seines Mietvertrages achten. Read the rest of this entry »

“Wir brauchen ein Instrumentarium gegen die besorgniserregende Entwicklung”

Mai 8th, 2013
Der Stadtteil Prenzlauer Berg im Berliner Bezirk Pankow gehört zu den “Paradebeispielen” eines gentrifizierten Gebietes – und das nicht erst, seitdem Wolfgang Thierse auf die zugezogegenen Schwaben geschimpft hat. Der Bezirk hat Anfang dieses Jahres Maßnahmen ergriffen und Luxussanierungen in Teilen des Bezirks eingedämmt. Einer der federführenden Inititoren im Kampf gegen die Verdrängung im Bezirk ist der Leiter der Abteilung Stadtentwicklung, Jens-Holger Kirchner (Bü 90/Die Grünen), den wir für ein Interview gewinnen konnten.

Herr Kirchner, seit Anfang des Jahres gelten zahlreiche Einschränkungen für Wohnungssanierungen im Bezirk Pankow, beispielsweise ist das Zusammenlegen mehrerer kleiner Wohnungen zu einer Großen in Teilen des Prenzlauer Berges nun verboten. Auch die Nutzung von Wohnungen als Ferienunterkunft soll im Rahmen der „Erhaltungsverordnung“ unterbunden werden. Können diese Änderungen den sich bereits seit längerer Zeit vollziehenden Wandel in Prenzlauer Berg überhaupt noch aufhalten?

Nicht alleine. Uns ist bewusst, dass wir ein ganzes Instrumentarium brauchen, um sozial ausgleichend steuernd in die sehr besorgniserregende Entwicklung einzugreifen. Denn darum geht es uns: sozial verträgliche Sanierung zu organisieren und auch künftig bezahlbaren Wohnraum im Bezirk zu haben. Die Instrumente des sozialen Erhaltungsrechts sind zu ergänzen durch Zweckentfremdungsverbote, durch ein Umwandlungsverbot, durch die Ausübung des Vorkaufsrechts und durch erheblichen Wohnungsneubau.
Für Teile des Prenzlauer Bergs mögen einzelne Bausteine verspätet erscheinen, betrachtet man aber das gesamte Instrumentarium, stimmt das schon wieder nicht. Alleine eine Umwandlungsverordnung würde die Verwertungsketten im Prenzlauer Berg deutlich unterbrechen. Auch die Unterbindung der Zweckentfremdung würde gerade im Prenzlauer erg mit einem Schlag hunderte jetzt als Ferienwohnung verwertete Wohnungen dem eigentlichen Zweck – dauerhaftes Wohnen – zuführen.

Wann ist damit zu rechnen, dass die „Erhaltungsverordnung“ für den gesamten Bezirk Pankow gilt?
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Immobilien als Renditekiller – In diesen Städten sollten Sie besser nicht investieren

Mai 2nd, 2013
Der Ärger über schwindsüchtige Zinssätze und rasch steigende Mieten treibt viele Deutsche in Immobilien. FOCUS-MONEY hat in einer großen Analyse geprüft, wo sich der Kauf rechnet – und wo Sparer mit einer betonfreien Geldanlage besser fahren.
Bauen, bauen, bauen“, so tönt es aus dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. CSU-Bauminister Peter Ramsauer will der Wohnungsnot zu Leibe rücken. Er plant Anreize, um den Neubau in Schwung zu bringen. Schon zuvor hatte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück angekündigt, dass Wohnungsbau und Mieten ein zentrales Thema im Bundestagswahlkampf werden.

Das plötzliche Interesse ist nicht nur dem beginnenden Wahlkampf geschuldet. Den schon länger tobenden Häuserkampf in Deutschland illustriert eindringlich die Internet-Plattform Immobilienscout24. Die registriert seit 2009 einen Anstieg der Suchanfragen nach Eigenheimen und Eigentumswohnungen von monatlich im Schnitt 22 000 auf mehr als 68 000. Auch eine aktuelle Forsa-Umfrage zeigt, wie sehr die Deutschen nach Wohneigentum lechzen: 65 Prozent halten den Bau oder Kauf einer eigenen Wohnung langfristig für finanziell vorteilhafter als das lebenslange Wohnen zur Miete. Read the rest of this entry »

Sind Mietnomaden ein echtes Problem?

Mai 2nd, 2013
Ob im Fernsehen, im Netz oder in Zeitungen – das Thema Mietnomaden wird immer wieder heiß diskutiert. Zuletzt wurde dem Vermieter das Vorgehen gegen unliebsame Mieter dank des Mietrechtsänderungsgesetzes erleichtert. Doch wie drängend ist dieses Problem tatsächlich und wie kann sich der Vermieter effektiv gegen Mietnomaden schützen?

Mietnomaden, also Mieter die keine Mietzahlungen mehr leisten und dementsprechend häufig ihre Wohnung wechseln müssen, sind nicht zwingend auf den ersten Blick zu erkennen. Manche fahren mit teuren Autos vor, tragen elegante Kleidung und vermitteln so einen solventen Eindruck. Entpuppen sich der Bewohner dann als Mietnomade, bleibt  der Vermieter – sofern der Mietnomade aus der Wohnung auszieht – am Ende oftmals auf den Kosten für Renovierungsarbeiten für die oftmals heruntergekommenen Wohnungen sitzen. Read the rest of this entry »

Viele Wohnungen kleiner als im Mietvertrag angegeben

April 28th, 2013
Bei etwa zwei Dritteln aller Wohnungen stimmen die im Mietvertrag genannten Quadratmeterzahlen nicht mit der tatsächlichen Wohnungsgröße überein, das schätzt der Deutsche Mieterbund (DMB). Ob Mieter in diesen Fällen fristlos kündigen dürfen, Ansprüche auf Mietminderung oder Rückzahlung bereits zu viel gezahlter Miete haben, hängt vom Ausmaß der Flächenabweichung ab. Beträgt diese mehr als 10 Prozent als im Mietvertrag angegeben, kann der Mieter das Mietverhältnis fristlos kündigen und zu viel gezahlte Miete zurückfordern. Es macht dann keinen Unterschied, ob im Vertrag die Wohnungsgröße exakt angegeben oder eine Ca.-Fläche genannt wird. Ist die Wohnung sogar um 15 Prozent kleiner, kann die Miete auch um 15 Prozent gekürzt werden – bei 20 Prozent können vom Mieter dementsprechend 20 Prozent zurückgefordert werden.

Weniger als 10 Prozent bedeutet Pech gehabt

Keinerlei Ansprüche hat der Mieter allerdings, wenn die Wohnung tatsächlich nur genau 10 Prozent kleiner ist, als im Mietvertrag angegeben oder wenn der Unterschied noch geringer ist. In diesem Fall zählt die vertraglich vereinbarte Wohnungsgröße, selbst bei Mieterhöhungen: Für nicht existierende Quadratmeter müssen Mieter dann laut der aktuellen Gesetzgebung eine höhere Miete zahlen. Aufgepasst werden sollte auch dann, wenn im Mietvertrag festgelegt ist, dass die Angabe der Quadratmeterzahl „unverbindlich“ ist, das heißt, nicht zur Festlegung des Mietgegenstandes dient. In einem solchen Fall hat der Mieter selbst bei deutlich größeren Flächenabweichungen von 20 Prozent und mehr keine Rechte. Read the rest of this entry »

Neue alte Strategie: Werkswohnungen gegen die Wohnungsnot

April 25th, 2013
Bis 2020 wollen die Stadtwerke München (SWM) mit 80 Millionen € den Bau von 500 Werkswohnungen in Stadtnähe finanzieren. Eigene Immobilien sollen den Stadtwerken helfen, Fachkräfte nach München zu locken. Bislang gestaltete sich dies aufgrund des dort herrschenden Wohnungsmangels als äußerst schwierig. Für das Anwerben von Fachkräften könnten betriebseigene und günstige Wohnung zukünftig ein echter Vorteil werden.

Bisher sind acht Standorte für den Bau von Werkswohnungen vorgesehen, es sollen aber noch drei bis fünf weitere folgen. Besonders geeignet für das Bauvorhaben sind brachliegende Betriebsgelände. Die SWM betonen, dass die neu entstehenden Wohnungen nicht nur für die eigenen Mitarbeiter gedacht sind, sondern zum Teil auch auf dem freien Markt zum Kauf angeboten werden, um so das Projekt zu einem Teil finanzieren zu können. Read the rest of this entry »

Wie Berlin gegen den Ferienwohnungs-Wildwuchs kämpft

April 24th, 2013
In Berlin wird der Wohnraum immer knapper. Das liegt an der steigenden Beliebtheit der Hauptstadt mit einem stetigen Bevölkerungswachstum, aber auch am verknappten Angebot. Eine der Ursachen sind Ferienwohnungen, die den Einheimischen als Wohnraum verloren gehen. Gegen die Umwidmung von Mietwohnungen zu Ferienwohnungen geht die Stadt inzwischen vor.

Sie gehören in Berlin nicht gerade zur beliebtesten Gruppe: Die Touristen. Für so einiges wird ihnen von den Einheimischen die Schuld gegeben: Partylärm, die Schließung von Kiezlokalen, die Platz machen müssen für moderne Schnellrestaurants, und außerdem für die in den letzten Jahren rasant gestiegenen Mieten. Das Problem: Viel Wohnraum wird in Berlin als Ferienapartment vermietet, was wiederum das Wohnraumangebot verknappt. Damit argumentieren nicht nur touristenfeindliche Urberliner, sondern inzwischen auch der Berliner Senat, der aufgrund der immer teurer werdenden Mieten unter Druck steht. Read the rest of this entry »

Energetische Sanierung als Preistreiber?

April 19th, 2013
Weniger Belastung für das Klima und ein geringerer Energieverbrauch: Häuser, die im Nachhinein energetisch saniert werden, bieten auf den ersten Blick nur Vorteile – es sei denn, sie verursachen zusätzlich hohe Kosten für die Mieter.

Die Energiewende ist ohne die Sanierung von schlecht gedämmten Häusern nicht möglich – sowohl für Vermieter als auch Mieter bedeutet das zunächst zusätzliche Kosten. Nicht selten kommt es dabei zum Streit, bei dem es um die Frage geht, wer bei energetischen Sanierungen eigentlich was bezahlen muss. Tatsache ist: Sanierungskosten können auf die Mieter umgelegt werden, nach der aktuellen Rechtslage darf der Vermieter bis zu elf Prozent der Kosten auf die Jahresmiete aufschlagen – ein Leben lang, also selbst dann noch, wenn die Dämmung schon längst bezahlt ist. Bei den meist sehr kostenintensiven Umbauten, etwa dem Einbau neuer Fenster oder der Dämmung der Außenwände mit Styropor, kann das jedes Jahr einen hohen Betrag ausmachen. Dabei soll der niedrigere Energieverbrauch dem Mieter ja eine finanzielle Entlastung bieten, nämlich dadurch, dass weniger Energie benötigt wird, um die Räume zu heizen. Read the rest of this entry »

Urteil: Vermieter möchte die Wohnung besichtigen

April 12th, 2013

Wünscht ein Vermieter den Zugang zu seiner Wohnung, um sich einen Eindruck vom Zustand des Objekts zu verschaffen, darf der Mieter dem Vermieter, trotz angemessener Ankündigung, nicht ständig den Zutritt verweigern oder dem Vermieter ein “Hausverbot” erteilen. Der Vermieter ist zur Besichtigung der Mietwohnung unter Hinzuziehung eines Handwerkers berechtigt, wenn dafür ein “erhebliches Bedürfnis” besteht. Read the rest of this entry »

Mietshaus-Syndikate: Gemeinsam gegen hohe Mieten

April 11th, 2013
Hauseigentümer und Mieter zugleich: Mietshaus-Syndikate machen es möglich. Ohne Eigenkapital kann so gemeinschaftlich zu niedrigen Mietpreisen gewohnt werden.

Die Idee der Mietshaus-Syndikate stammt ursprünglich aus der Hausbesetzerszene und wird heute von den unterschiedlichsten Gruppen umgesetzt. Studenten aus Heidelberg etwa haben die Wohninitiative „Hagebutze“ gegründet. Das Ziel: 320 Quadratmeter für insgesamt neun Bewohner – die Kosten für Kauf und Sanierung würden rund eine Million Euro betragen. Ist das Haus gekauft, wollen die Studenten dort auf Mietbasis als Hausgemeinschaft wohnen. Um das zu erreichen, arbeiten sie mit dem Mietshäuser Syndikat zusammen, das sich das Ziel gesetzt hat, solche selbstorganisierten Hausprojekte zu beraten und sich an ihnen zu beteiligen, damit sie dem Immobilienmarkt entzogen werden. Das Syndikat-Modell zielt somit eher auf Bestandsimmobilien, während das Bauherrenmodell beim Neubau von Immobilien zum Zuge kommt. Read the rest of this entry »